Wie man Social Media für Storytelling nutzt

Kommunikation | 4 Kommentare | von Claudia Hilker

Wie können Unternehmen Social Media für Storytelling nutzen? Millionen Nutzer tauschen sich täglich mit ihren Freunden über Social Media aus. Sie teilen Milliarden Geschichten, Fotos und Videos. Im ersten Beitrag ging es darum, dass erfolgreiches Content-Marketing auf Storytelling basiert. In diesem Beitrag geht darum anhand konkreter Beispiele aufzuzeigen, wie Storytelling mit Social Media funktioniert.

Storytelling bei Facebook

Über eine Milliarde Menschen nutzen Facebook, um ihre Geschichten mit Freunden oder öffentlich zu teilen. Also kann Facebook auch über eine Milliarde Geschichten erzählen, wenn jeder Mensch eine Geschichte hat. Seit 2010 gibt es den ersten Facebook Roman der Welt: “Zwirbler“ hat circa 16.000 Fans. Die laufenden Status-Meldungen ergeben eine Geschichte. Der Einstieg ist jederzeit ganz einfach: „Gefällt mir“ drücken, lesen und mitschreiben. Reale und wirkliche Geschichten vermischen sich. Es wird erzählt, gelästert, gehasst, gestänkert, geliebt, gelogen, betrogen  –  wie im realen Leben.

Facebook sammelt Geschichten

Facebook sammelt Daten in Form von Like = “Gefällt mir”. Das ist die einfachste Art, Beziehungen per Algorithmus auszulesen. Daten lassen sich quantifizieren, lassen sich monetarisieren. Was aber passiert, wenn Facebook lernt, die Beziehungen untereinander qualitativ auszuwerten? Dann kann Facebook zum größten Geschichtenerzähler avancieren, den die Welt je gesehen hat.

Wir fiebern in Social Media mit unseren Freunden. Zuckerbergs Vision der Post-Privacy-Ära ist damit aktueller denn je. Facebook geht mit den Facebook Stories einen Schritt weiter. Dieser “branded journalism” zielt darauf ab, Geschichten zu erzählen, die sich um Facebook selbst drehen. Einer der Erfinder von Facebook Stories ist Dan Fletcher. Er meint: “Facebook braucht keine Reporter. Die Facebook-Nutzer sind selbst die Reporter.” Recht hat er, denn die Facebook-Mitglieder sind kreativ und teilen ihre Geschichten.

Storytelling

Storytelling wird belebt durch die Kreativität der Masse

Kein Journalist, kein Drehbuchautor, nicht einmal der begnadetste Bestseller-Autor kann mit den virtuellen Erlebnissen vom Ideenreichtum her mithalten. Da können sich die Verleger winden vor Wut, wie sie mögen. Der publizistische Kampf entscheidet sich nicht an Snippets bei Google, sondern im interaktiven Austausch per Social Media. Facebook kann Dienste wie Storylane nutzen, um (unter Berücksichtigung der Privacy-Settings) massenhaft Nutzer-Postings als Geschichten aufbereiten. Zudem gibt es viele Personen, die ihre Geschichten mit allen teilen wollen und sich so eine große Fan-Gemeinde aufbauen.

Storytelling bei Twitter

Wie geht das: Twitter Stories in 140 Zeichen erzählen? Bewerber erzählen ihre Bewerberstorys online. Bei Twitter gibt es zum Jahresende jeweils die Rubrik only on twitter. Hier werden Stories aufbereitet, über die – dem Namen entsprechend – originär nur auf Twitter berichtet wurde. Das können Fotos oder Videos sein, die über Twitter geteilt wurden. Oder es sind Wortmeldungen, die auf Twitter Schlagzeilen gemacht haben. Und auch die Jobsuche geht per Twitter ganz einfach: Wer einen Job sucht, zwitschert das und verweist auf seine eigene Seite oder Seiten wie about.me. Wie man seinen Lebenslauf twittert zeigt Karrierebibel.

Storytelling bei LinkedIn

Bei Linkedin werden auf der Seite linkedin.com/pulse ausgewählte Geschichten der Nutzer zusammen gestellt. Das sind Artikel, die die Nutzer am meisten geteilt haben oder aber Postings, die eine hohe Reichweite und Beachtung innerhalb des Netzwerkes erzielt haben.

Storytelling bei Tumblr

Auch Tumblr setzt bereits auf journalistische Geschichten, die sich aus den Erlebnissen der Nutzer ergeben. Journalisten sammeln auf der Seite storyboard.tumblr.com die besten Geschichten der Plattform und bereiten sie redaktionell auf.

What`s next?

Das Besondere am Storytelling mit Social Media ist das kollaborativ-kreative Geschichten-erzählen und -verteilen mit multimedialen Formaten in einer interaktiven Form mit dynamischem Tempo. Diese Veränderungen sind relevant für Unternehmen, Verlage und Journalisten. Die Geschichten sind schon digital und online. Man muss sie nur zu nutzen wissen. Auch Journalisten, Verlage und Unternehmen werden sich noch viel stärker in die Tiefen der sozialen Netzwerke begeben müssen, um nach wertvollen Geschichten zu graben und kostbare Schätze zu heben. Wie das geht, zeigt der nächste Beitrag über Digital Storytelling.

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