Umfrage zur Studie „Social Media in der Assekuranz“

Kommunikation | 2 Kommentare | von Claudia Hilker

Die Studie „Studie: Social Media in der Assekuranz“ von AMC Finanzmarkt und Hilker Consulting untersucht das Social-Media-Engagement in der Assekuranz. Die Studie untersucht die Strategien der Versicherungsgesellschaften: auf welchen Kanälen sie aktiv sind, welche Angebote sie dort bieten und wie sie die Interaktion gestalten. Die Studie wurde von Désirée Schubert von AMC und Claudia Hilker von Hilker Consulting erstellt und ist am 1. Juni 2011 erschienen.

Umfrage „Social Media in der Assekuranz“

Studie_Social Media in der Assekuranz

Studie_Social Media in der Assekuranz

Umfrage zur „Studie: Social Media in der Assekuranz“
In diesem Beitrag geht es um die Online-Umfrage zur Studie „Social Media in der Assekuranz.“ Die Social-Media-Umfrage verdichtet die gewonnen Erkenntnisse „von außen“ mit dem Blick aus dem Unternehmen heraus „von innen“. Durch die Verbindung beider Perspektiven ergibt sich ein umfassendes Bild.

Zur Studie „Social Media in der Assekuranz“

Zur Umfrage-Methode
In der Online-Umfrage wurden 80 Ansprechpartner aus dem Netzwerk der AMC Finanzmarkt im Frühjahr 2011 befragt. 18 Versicherungsgesellschaften haben an der Umfrage teilgenommen. Mit dem Input der Vorreiter konnten Rückschlüsse auf die Relevanz des Themas in den Unternehmen gezogen werden. Welche Versicherungen an der Social-Media-Umfrage teilgenommen haben, das lesen Sie hier in der Übersicht:

1) Allianz Deutschland
2) Alte Leipziger
3) ASSTEL
4) Atradius Kreditversicherung
5) Basler Versicherungen
6) Central Krankenversicherung
7) Concordia Versicherungen
8 ) Deutsche Internetversicherung
9) Dialog Lebensversicherung
10) Generali Versicherungen
11) Gothaer Versicherung
12) Hannoversche Leben
13) IDEAL Versicherung
14) Janitos
15) Provinzial Rheinland
16) SIGNAL IDUNA
17) VOLKSWOHL BUND
18) Zürich Versicherung

Gewinnen Sie hier einen Einblick in die Ergebnisse!
Sie erhalten Sie einen kostenfreien Einblick in die Umfrage-Ergebnisse der ersten fünf Antworten. Insgesamt wurden 20 Fragen an die Versicherer gestellt.

1) Ist Ihr Unternehmen bereits in Social Media aktiv?
35 Prozent der befragten Unternehmen sind zurzeit nicht in Social Media aktiv. 65 Prozent sind aktiv, und zwar vorrangig in priorisierter Reihenfolge auf:
a) Facebook
b) Twitter
c) YouTube
d) Xing

2) Welche Inhalte kommunizieren Sie bereits aktiv online?
An vorderster Stelle rangieren hier Ratgeberinhalte (20 Prozent), gefolgt von Unternehmensdarstellung, PR & Kommunikation und Rich Media mit jeweils 12 Prozent. Es folgen Service-Themen, Marketing-Aktionen und Produkt-Informationen, Stellen-Angebote und Karriere sowie Vertriebspartner-Informationen mit jeweils 8 Prozent.

3) Weshalb hat sich Ihr Unternehmen für die Präsenz im Social Web entschieden?
Die Bandbreite der Antworten geht an dieser Stelle so weit auseinander, dass es kaum möglich war sie zu clustern. Lediglich für „Kundennähe/Dialog“ und „Unterstützung in der Vorverkaufs- und Verkaufsphase“ ließen sich jeweils zwei Antworten zusammenfassen. Die Ausweitung von Zielgruppen bzw. die innovative „Bedienung“ relevanter Zielgruppen könnte als ein weiterer Oberpunkt gebildet werden. Ähnlich sieht es für das Thema „Kommunikation“ aus: hier finden sich facettenreiche Antworten, die unter „neue Kommunikationskanäle“ und „neue Kommunikationskultur“ subsummiert werden können. Das ganz wesentliche Thema „Online-Reputation“ findet lediglich einmal Erwähnung.

4) Was sind Ihre Social-Media-Visionen und Ihre Strategien?
Auch hier ist einiges Geschick gefordert, wenn man die vielfältigen Antworten zusammenfassen möchte. Eine vergleichsweise große Übereinkunft mit jeweils zwei Nennungen gibt es bei „Image und Sympathie verbessern“ sowie „Ansprache der so genannten Digital Natives“. Die weiteren Antworten lassen sich unter „Verbesserung des Dialogs“, „Steigerung von Markenbekanntheit & Imageaufbau“ sowie „Unterstützung des Vertriebs“ verdichten. Einmal wird der „Aufbau eines Social Monitorings“ und die „Erstellung einer Social-Media-Policy“ explizit aufgeführt.

5) Was sind Ihrer Meinung nach die größten Chancen und Herausforderungen?

Social Media: Chancen und Herausforderungen

Social Media: Chancen und Herausforderungen

Die Anworten auf die folgenden Fragen finden Sie in der Studie:
6) Kennen Sie Ihre Zielgruppen und wissen Sie, wie Sie diese über Web 2.0 erreichen?
7) Kennen Sie und Ihre Mitarbeiter die Gepflogenheiten inklusive der spezifischen Ausdrucksformen im Social-Web?
8 ) Wie schätzen Sie den Aktivitätsgrad Ihres Unternehmens in den sozialen Medien ein?
9) Hat Ihr Unternehmen eine Social-Media-Richtlinie erstellt?
10) Arbeiten Sie im Social-Media-Bereich mit einer externen Agentur?
11) Haben Sie Experten im Hause, die Ihr Social-Media-Engagement technisch begleiten und inhaltlich pflegen?
12) Welche Abteilung(en) sollen in Ihr Social-Media-Konzept einbezogen werden?
13) Haben Sie genügend Mitarbeiter, die sich im Social Web engagieren, ohne dass personelle Engpässe entstehen, und haben diese auch genügend Zeit zur Verfügung?
14) Wie schätzen Sie die Reaktionsgeschwindigkeit Ihres Unternehmens in den sozialen Medien ein?
15) Bilden Sie Ihre Kommunikatoren im Social Web aus, und erhalten diese genügend Entscheidungskompetenz, um schnell reagieren zu können?
16) Beobachten/analysieren Sie die Online-Reputation Ihres Unternehmens regelmäßig?
17) Wissen Sie, ob Ihre Kollegen, Mitarbeiter oder Vertriebspartner bereits Informationen über Ihr Unternehmen in Social-Media-Kanälen publizieren?
18) Wie messen Sie Ihre Social-Media-Erfolge?
19) Welche messbaren Erfolge haben Sie mit Ihren Social-Media-Aktivitäten bereits erzielt?
20) Haben Sie Best-Practice Erfolge erzielt?

Fazit: Oft ergab sich der Eindruck, man bewege sich auf einem Experimentierfeld. Kaum erkannt wurde, dass Social Media bedeutet, dass man etwas von sich preisgeben muss. Nur wenigen Versicherungen gelingt es, Mehrwert in Social Media zu bieten. Das Zuhören wird oftmals vernachlässigt. Zudem sollte Social Media von Menschen gestaltet werden, die Spaß daran haben. Ganz wichtig: Social Media ist Chefsache. Deshalb sollte der Chef Rückendeckung geben. Und: Social Media erfordert ein neue Unternehmenskultur in den Versicherungsunternehmen. Nicht immer passt beides zusammen.

Die „Studie: Social Media in der Assekuranz“ kostet 950 Euro und ist online erhältlich.

Tags: , , , , , ,

Kommentare

  1. super Artikel… der Text und der dazugehörige Sinn deckt sich mit meiner Ansicht, andererseits hätte ich gerne ein paar mehr Einzelheiten 😉 Vielen Dank!

Folge mir auf Twitter

Facebook

ProvenExpert

Hilker Consulting hat 4.5 von 5 Sterne | 81 Bewertungen auf ProvenExpert.com

Buch Publikationen

Übersetzer