Top 3 Whatsapp Alternativen

Kommunikation | 2 Kommentare | von Claudia Hilker

Am Valentinstag, den 14. Februar 2014, war es soweit – der Messenger Whatsapp ging für 14 Milliarden Euro an Facebook. Und mit dieser Übernahme wurde die Datenschutzdebatte um Whatsapp wieder aufgewühlt. Auch Stiftung Warentest hat den Nachrichtendienst als „sehr kritisch“ eingestuft. Seit dem wechseln immer mehr Nutzer zu anderen Messenger, die mehr auf die Sicherheit der Daten Wert legen.

Whatsapp Alternativen

Welche Kurznachrichtendienste eignen sich als Alternative?

1. Threema  

Threema als Alternative für WhatsappThreema ist ein Schweizer Kurznachrichtendienst, der seit 2012 im Umlauf ist. Hier wird vor allem mit der Sicherheit der Daten geworben. Threema arbeitet nämlich mit eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und nicht, wie die meisten anderen Messenger, mit einer reinen Transportverschlüsselung. Das heißt, die Nachrichten und Daten bleiben nicht nur bis zum Server verschlüsselt, sondern sind wirklich nur für den vorgesehenen Gesprächspartner sichtbar. Auch die Adressbucheinträge werden pseudonymisiert gespeichert und das auch nur, wenn der Nutzer ausdrücklich zugestimmt hat. Zusätzlich arbeitet Threema mit einem Ampelsystem, das die Zuverlässigkeit der Identität seines Gesprächpartners anzeigt. Um diese genau zu überprüfen, kann man als Nutzer die ID des anderen selber scannen, um die absolute Sicherheit zu erhalten. Ansonsten bietet Threema alles, was Whatsapp auch kann: Kontakte synchronisieren, Nachrichten, Foto und Videos verschicken und Gruppenchats mit bis zu 20 Teilnehmern sind ebenfalls möglich. Das einzige Manko: Threema kostet im Google Play Store einmalig 1,60 Euro. Aber soviel sollten einem seine sicheren Daten schon Wert sein.

2. Google Hangouts

Google HangoutAuch früher Google Talk genannt, ist seit Mai 2013 der Zusammenschluss von Google Talk, Google+ Messenger und Google+ Hangouts. Man kann den Nachrichtendienst von Google ganz einfach, wie Whatsapp, als normalen Messenger nutzen oder man kann einen Videotalk mit bis zu 10 Freunden veranstalten. Dabei können auch ganz einfach Apps und Effekte hinzugefügt werden. Google Hangouts kann auf allen Geräten eingesetzt werden, nicht nur auf dem Smartphone. Einzige Voraussetzung: Man benötigt ein Google+ Konto, aber auch das ist mit wenigen Klicks eingerichtet.

3. Hike

HikeHike ist ein noch sehr junger Messenger aus Indien. Seit einem halben Jahr ist Hike für Android, iOS und Windows Phone auf dem Markt und bald auch für den vierten Riesen BlackBerry. Hike schneidet im Datenschutztest ebenfalls gut ab, da es mit SSL Verschlüsselung arbeitet und nicht mit der üblichen IMEI Verschlüsselung. Hier ist auch so gut wie alles drin: Dateien verschicken, Gruppenchats führen, man erhält eine Sende- und eine Lesebestätigung mit S und L, es gibt eine riesige Emoticonssammlung und vieles mehr. Besonders die Frei-SMS-Funktion gibt Hike ein Alleinstellungsmerkmal. Hike soll ursprünglich ein SMS-Ersatz sein, was auch Kurzmitteilungen an diejenigen einschließt, die kein Hike nutzen. Trotzdem können denjenigen SMS mit Hike geschickt werden. Dazu bietet Hike im Monat 100 Frei-SMS. Eine interessante Funktion, die bisher aber nur für indische Nutzer zugänglich ist, doch sollte sich Hike weiter verbreiten, werden auch andere Länder dafür freigeschaltet werden.

Fazit: Ob Whatsapp, Threema oder sonst ein Messenger, die Sicherheit unserer Daten wird im heutigen Medienzeitalter wohl immer mit einem Fragezeichen überschattet sein. Wer sich aber zumindest sicherer fühlen will, sollte ernsthaft über eine der Alternativen für Whatsapp nachdenken.

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Kommentare

  1. Hannah says:

    Alternativen gibt es ja immer mehr, aber all diese bringen nichts, wenn nur wenige darauf zurückgreifen. Sicherheit wird zwar immer wichtiger, aber viele scheuen trotzdem einen Wechsel. Lediglich nach der Serverpanne haben viele den Anbieter gewechselt, was man hier auf http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2014-02/29543930-internationaler-boom-fuer-whatsapp-alternativen-095.htm nachlesen kann. Dennoch, es bleibt eine Frage der Zeit bis diese wieder zu ihrem ursprünglichen Messenger zurückgreifen, da diese im Bekanntenkreis vermutlich am häufigsten genutzt wird.

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