Texten für Social Media

Kommunikation | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Social Media bestehen und leben in erster Linie davon, dass wir Content wie Texte, Bildern und Kommentaren teilen. Schnell und einfach können wir durch sie mit der ganzen Welt kommunizieren und lesenswerten Content produzieren. Doch nicht jeder Post in den sozialen Netzwerken ist gleich lesenswert. Dafür braucht es ein wenig Fingerspitzengefühl.

Was ist nochmal so ein Post genau?

Ein Post in den Social Media ist nichts anderes als ein Beitrag, der wie ein Paket versendet wird und an einem anderen Ort wieder erscheint. Nur dass dieser Ort, die Öffentlichkeit ist. Deshalb ist die oberste Regel immer: Erst denken, dann klicken! Nur der kleinste Fehler, sei es Rechtschreibung oder Inhalt, können Shitstorms auslösen. Social Media Managerin Florine Calleen zeigt in ihrem Buch „Texten fürs Social Web“ wie man einen Post richtig angeht. Die Posting-Pyramide sollten sich vor allem Unternehmen zu Herzen nehmen. Erst haben Sie eine Idee und denken diese vom ersten bis zum letztem Buchstaben genau durch. Dann planen Sie ein, welche Reaktionen es auf Ihr Vorhaben geben könnte und wie sie darauf reagieren. Außerdem planen Sie, wann Sie den Post setzen und ob Sie ihn mit einem Bild oder Link versehen. Dann geht es an die Umsetzung, an die Kontrolle und erst dann wird geklickt und veröffentlicht.

Social Media Posting-Pyramide

Quelle: Text@Plan aus Calleen, Florine: Texten fürs Social Web, Göttingen: Business Village GmbH, 2012

Wie finde ich Ideen für meinen Social Media Post?

Der Content ist das, was Ihren Post ausmacht. Er muss interessant sein, Aufmerksamkeit generieren und für Ihre Leser und Follower von Mehrwert sein. Keine leichte Aufgabe da immer das richtige zu kreieren. Brainstorming hilft, um die Kreativität hervorzulocken und die verschiedensten Idee zu entwickeln. Diese können Sie dann ganz leicht nach drei Rubriken ordnen:

Ideen, die Sie auf Anhieb gut finden, kommen in die Rubrik „regelmäßig“. Damit haben Sie genug Content, um konstant Ihre Social Media-Seiten zu bespielen. Das kann Content über Ihre Produkte sein, über Mitarbeitermeinungen oder Kundenkontakte.

Dann gibt es Ideen, die Sie nur zu bestimmten Terminen veröffentlichen sollten, wie zum Beispiel Events oder Feiertage. Und dann gibt es wieder Ideen, die zwar ganz gut sind, aber vielleicht eher allgemeiner zu Ihrer Branche oder von anderen Blogs verfasst worden. Das kann man sich mal für die Hinterhand abspeichern, aber sollte nicht im Fokus Ihrer Posts stehen.

Stilvolle Postings

Gute Social-Media-Texte sprechen den Leser an, wecken Emotionen und werfen Gedanken auf – und das nur mit wenigen Zeichen. Um beispielsweise bei Twitter in 140 Zeichen diese Aufmerksamkeit zu generieren, muss alles stimmen. Stellen Sie nicht den Post als Produkt in den Vordergrund, sondern die Kommunikation mit Ihren Followern. Schreiben Sie persönlicher, als im Businessjargon und erzählen Sie Geschichten. Dazu helfen oft Emoticons, viele Adjektive, kurze Sätze und persönliche Ansichten. Der Verbalstil, also Aktivkonstruktionen, zeigen Tatkraft und sind näher an der Realität, als die passive Schriftsprache. Das regt auch den Leser an aktiv zu werden und ein Kommentar zu hinterlassen.

Einige Tipps für Social-Media-Texte

  • In der Kürze liegt die Würze: Lange Sätze, unnötige Füllwörter und komplizierte Passivkonstruktionen hemmen das Lesevergnügen. Halten Sie Ihren Post in den Social Media auf maximal drei Zeilen beschränkt und kürzen Sie, wo Sie können. Mit dem richtigen Bild oder Link können sogar Ein-Wort-Posts wahre Wunder bewirken.
  • Kurze Links: Kein Mensch liest sich einen Link durch und er nimmt nur unnötig viel Platz weg. Außerdem sieht das Kaudawelsch aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen nicht besonders schön aus. Nutzen Sie deshalb Tools wie bit.ly oder tiny.url, damit auch Ihr Link im Post nur das nötigste an Platz wegnimmt.
  • Kommentare zählen: Ein wichtiger Baustein ist das Kommentar zu einem Post. Es ergänzt den Beitrag, kann Fragen aufwerfen und die Kommunikation in Gang bringen. Kommentierte Postings generieren automatisch mehr Aufmerksamkeit, weil man wissen möchte, warum andere auf den Beitrag reagieren.
  • Bilder taggen: Bilder und Videos sind ein wahrer Blickfang. Aber auch sie sollten von Google gefunden werden, gerade, wenn das Bild Ihr ganzer Post ist. Versetzen Sie Ihrem Bild daher auch ein Keyword, dass einen hohen SEO-Rang besitzt. So bleibt auch ein textarmer Post im Fokus der Aufmerksamkeit.

Fazit: Für das Texten in Social Media gibt es vieles zu beachten, wichtig ist vor allen Dingen eine profesisonelle Social Media-Strategie. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, dann buchen Sie uns für einen Inhouse-Workshop > Anfrage per E-Mail.

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