Teilen statt Besitzen: Sharing Economy für Unternehmen

Kommunikation | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Die Sharing Economy etabliert sich seit Jahren immer mehr in unseren Köpfen. Über Plattformen wie Airbnb oder Carsharing lassen sich Wohnungen und Autos teilen, verleihen oder tauschen. Das Angebot nutzen immer mehr User, vor allem die jüngeren Digital Natives. Dabei geht es aber längst nicht mehr nur um den Tausch von Gegenständen, sondern auch um das Tauschen und Teilen von Daten. Die Sharing Economy bietet daher viele Chancen für Unternehmen, die sich modern und digital aufstellen wollen. Der Mega-Trend birgt aber auch Herausforderungen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick der Vorteile und dem Nutzen der Sharing Economy und zeigt, wie Unternehmen davon profitieren können.

Was beinhaltet die Sharing Economy?

Ganz allgemein meint die Sharing Economy das Teilen von Gegenständen, indem die Besitzer sie bereitstellen und ausleihen. Das gilt auch für Räume oder Flächen. Der Begriff „Share Economy“ wird jedoch auch in Bezug auf das Teilen von Informationen und Wissen benutzt. So betrachtet, ist der Besitz von Dingen nicht mehr im Fokus, sondern die Nutzung und das gegenseitige Teilen. Es geht um den gemeinsamen Konsum (Collaborative Consumption). Geteilt und getauscht werden die Güter oft über Internetplattformen und soziale Netzwerke. Dazu gehört es auch als Anbieter und Nachfrager bewertet zu werden und die Güter vor Missbrauch zu schützen.

Vorteile und Ziele der Sharing Economy

Zur Sharing Economy gehören mittlerweile viele wirtschaftliche Branchen. Geteilt wird bei Unterkünften über Couchsurfing oder Wimdu; in der Mobilität, zum Beispiel mit der Taxi-App Uber, beim Essen via foodsharing.de oder auch in der Modebranche mit Seiten wie Kleiderkreisel.

Viele dieser Plattformen haben für sich neue Geschäftsmodelle entdeckt. Ihre Marke wird Gesprächsthema und es steigert die Interaktion mit Nutzer und Kunden. Für das Marketing ergeben sich neue Möglichkeiten bezüglich Kooperationen, Vernetzung und gegenseitigem Nutzen. Zudem können Unternehmen mit Elementen der Sharing Economy effizienter arbeiten, weil auch der Datenaustausch offener und schneller erfolgt. Ebenso werden Ressourcen gespart und bedeutende Veränderungen in den verschiedenen Branchen vorangetrieben.

Lifestyle und Kundenwelt

Die Sharing Economy konnte sich in den letzten Jahren nur entwickeln, weil sich das Kundenverhalten verändert hat. Kunden möchten durch Social Media in Echtzeit an Prozessen teilhaben. Für sie gibt es oft nur noch die one-to-many und die many-to-many-Kommunikation. Daher ist eher eine jüngere Zielgruppe mit der Sharing Economy zu erreichen. Bei den 14-19 Jährigen haben viele schon Erfahrungen mit alternativen Konsumformen. Sie sind zum Beispiel sehr empfänglich für Empfehlungsmarketing durch das Teilen von Erlebnissen und Meinungen in Social Media. Unternehmen können hierbei mit Influencer– oder Community-Marketing ansetzen.

Herausforderungen der Sharing Economy

Eine der größten Probleme, die Unternehmen mit der Sharing Economy haben, ist der gesetzliche Rahmen. Die Sharing Economy entwickelt sich so rasant, dass es steuerlich und juristisch noch keine konkreten Richtlinien gibt. Zudem verwischen oft die Grenzen zwischen privaten und gewerblichen Angeboten, wodurch auch hier klare Regeln gebraucht werden. Privaten Unterkünften auf Airbnb fehlt zum Beispiel häufig die Inspektion, die Hotels durchlaufen müssen, um gelistet zu werden. Dabei wird auf die Geräuschkulisse, die Privatsphäre der Nachbarn oder auf die Müllentsorgung geachtet. Wenn bei privaten Wohnungen ständig neue Gäste aus und ein gehen, setzt hier bisher keiner Richtlinien. Auf Dauer könnte das den Wettbewerb gefährden.

Blickt man auf die Sharing Economy im Bezug auf Datenteilung, dann liegt die Herausforderung für Unternehmen eindeutig in der Technologie. Damit Daten für jeden Mitarbeiter zugänglich sind, braucht es Cloudprogramme und Know-How. Das erfordert wiederum Investitionen.

Aufschwung der Sharing Economy in Unternehmen

Sharing EconomyIn den letzten Jahren interessieren sich immer mehr Unternehmen für die Sharing Economy. Gerade Startups versuchen häufig direkt Teil davon zu werden. Zwar kaufen Kunden durch das Teilen weniger, aber die Bereitstellung von Konsumgütern ermöglicht eine neue, intensivere Art der Kundenbindung. Oft erfordert das jedoch ein komplettes Umdenken der Unternehmen. Gerade wenn es um interne Daten geht, müssen sie sich weiter entwickeln. Das bedeutet nur noch über E-Mails zu kommunizieren, ist nicht mehr effektiv und häuft zu viele Daten in zu vielen Postfächern an. Neue technische Programme brechen traditionelle Arbeitsprozesse auf und helfen somit auch bei der Digitalisierung.

Erste Schritte für Unternehmen

Wenn Unternehmen erste Schritte hin zur Sharing Economy gehen wollen, dann eignet sich eine Ressourcen-Teilung in einer Cloud, wodurch auch die Erreichbarkeit von Daten flexibel wird:

Cloud Computing
Die Daten werden auf einem Server gelagert, auf den alle zuständigen Mitarbeiter Zugriff haben, die Daten abrufen, verändern und wieder ablegen können. Eine Cloud auf dem Firmenserver einzurichten, braucht eine gewisse technische Infrastruktur, damit die Daten auch sicher sind. Durch die Cloud lässt sich aber Wissen bündeln und per Teamwork verwalten. Die Online-Plattform ckju.net bietet beispielsweise Unternehmen sowie privaten Nutzern die Möglichkeit Themen kollaborativ zu er- und bearbeiten. Ähnlich läuft das auch mit Programmen für eine Social Collaboration.

Social Collaboration
Unter dem Begriff „Social Collaboration“ werden viele Programme und Dienste angeboten, die das Teilen von Informationen in Unternehmen wie in sozialen Netzwerken erlauben. Dabei bleibt die vollständige Kontrolle der Informationen gewahrt. Ein gutes Beispiel hierfür ist Enterprise Social Network Software als Bestandteil von Enterprise 2.0, sozusagen ein Facebook für Unternehmen. Solche Plattformen eignen sich vor allem für die Zusammenarbeit in großen Projektteams. Anstatt dass Informationen oder neue Dokumente an alle Projekt-Mitarbeiter per E-Mail geschickt werden müssen, können sie zentral hochgeladen werden. Dadurch steht allen Beteiligten immer die aktuellste Version zur Verfügung. Zudem kann jeder Projekt-Mitarbeiter Hinweise zu den verschiedenen Dokumenten verfassen. Einige dieser Enterprise Social Networks erlauben es auch Kunden, Zugriff auf bestimmte Dateien zu erlauben. Deren Feedback ist dann wiederum für jedes Projektmitglied sichtbar.

Social Media Share
Die sozialen Netzwerke spielen sowieso eine wichtige Rolle in der Sharing Economy. Darüber finden Nutzer teilbare Konsumgüter und empfehlen diese weiter. Ein wichtiger Faktor für Unternehmen. Die Kunden haben in Social Media die Chance direkt miteinander zu interagieren. Sie bewerten die geteilten und ausgeliehenen Güter, was wiederum andere Nutzer anlockt oder auch ggf. abschreckt. Daher müssen Unternehmen auch in Sachen Sharing Economy mit Social Media Marketing und Content Marketing vertraut sein.

Carsharing für Kunden
Ein möglicher erster Ansatz ist auch das Carsharing. Unternehmen können Kooperationen eingehen: statt teurer Dienstwagen, zahlen sie für geteilte Autos nur so viel, wie die Mitarbeiter die Autos auch benutzen. Das fördert die Flexibilität, ermöglicht eine starke Kostenkontrolle und mindert zeitgleich die Fixkosten.

Fazit: Die Sharing Economy bietet interessante Möglichkeiten für Unternehmen, die sich einer jungen digitalen Zielgruppe öffnen wollen. Aber um eine ausreichende Flexibilität zu entwickeln, müssen Unternehmen Umdenken und Investitionsbereitschaft an den Tag legen. Unser kostenloses Whitepaper Sharing Economy bietet mehr Einblicke in den Mega-Trend. Laden Sie es sich hier direkt runter.

Download Whitepaper: Share Economy

Tags: , ,

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Sie k$ouml;nnen diese HTML Tags und Attribute verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Folge mir auf Twitter

Facebook

ProvenExpert

Hilker Consulting hat 4,56 von 5 Sterne | 83 Bewertungen auf ProvenExpert.com

Buch Publikationen

Übersetzer