Strategische Marketing Kommunikation mit Social Media (1/3)

Kommunikation | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Die Social Media Marketing Kommunikation gewinnt immer mehr an Bedeutung für die Wirtschaft, Unternehmen und Wissenschaft. Als Lehrbeauftragte gebe ich nicht nur Vorlesungen über Social Media, sondern prüfe auch Bachelor-Arbeiten zum Thema und bewerte sie in Gutachten. Zudem erreichen mich oft Anfragen für Experten-Interviews, wie im folgenden Interview für eine Bachelorarbeit an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden. Das Interview ist in drei Bereiche gegliedert: Die Relevanz, die Einsatzmöglichkeiten und die Erfolgsfaktoren der Social Media für die Marketing Kommunikation. In Absprache mit dem Studenten dürfen wir das Interview hier im Blog ebenfalls veröffentlichen.

Relevanz der Social Media für die Marketing Kommunikation

1) Frau Hilker, welche Bedeutung sehen Sie in Social Media für die Marketing Kommunikation? Sind sie ein notwendiges Tool für den Wettbewerb?

Die Bezeichnung „Tool“ für Social Media passt aus meiner Sicht nicht, denn das ist ein technischer Begriff. Besser beschreibt es der Begriff „Social-Media-Marketing“, wenn es um die Interessen von Unternehmen geht. Ja, wenn ein Unternehmen erfolgreich sein will muss es Social Media in die Unternehmenskommunikation integrieren, um in der digitalen Transformation zu bestehen. Ein Grund ist, dass sich das Mediennutzungsverhalten geändert hat. Viele Studien zeigen, dass die sozialen Netzwerke von immer mehr Usern genutzt werden. Deshalb verstärken Unternehmen ihre Social Media Markenkommunikation. Zudem zeigt die Studie der DigitasLBi, dass die Hälfte der Konsumenten bei ihrer Kaufentscheidung durch Social Media beeinflusst werden. Deshalb ist es für Unternehmen wichtig, diese Potentiale zu nutzen. Laut Statista Umfrage 2015/2016 nutzen Unternehmen die sozialen Medien zumeist als Marketingplattform, um engeren Kontakt zum Kunden zu gewinnen und ihren Bekanntheitsgrad zu fördern, siehe Abbildung.

Social Media Marketing Kommunikation

Abb: Hauptgrund zur Nutzung von Social Media in Ihrem Unternehmen (Statista Umfrage 2015/2016)

2) Was raten Sie für die Gestaltung eines Social-Media-Kanals?

Die Strategie ist das Wichtigste. Das beginnt schon damit, dass Marketers sich fragen müssen, welche Unternehmensziele will ich erreichen? Wer ist meine Zielgruppe? Wo ist diese online präsent? Erst dann kann ich den richtigen Kanal auswählen. Als Beratungsunternehmen ist zum Beispiel die Unternehmensberatung Hilker Consulting auf Facebook und Twitter präsent, weil diese Kanäle zur Social Media Ausrichtung passen. Die Business-Netzwerke Xing und LinkedIn nutzen wir, um dort den Expertenstatus zu etablieren und so neue Geschäftspartner und Kunden im B2B-Bereich zu gewinnen. Nicht jedes Unternehmen muss alle Netzwerke nutzen. Das führt zur Verzettelung und zu Ressourcenproblemen. Es reichen zwei bis drei Zielkunden-relevante Netzwerke, die zur Zielsetzung passen. Wenn der Nutzen geklärt ist, folgt die Planung, wie viele Beiträge in welcher Frequenz zu welchen Themen gepostet werden. Jeder Mitarbeiter sollte die Social-Media-Strategie kennen und sich dabei engagieren. Es braucht nicht immer ein Extra-Team, aber es braucht Mitarbeiter mit Kompetenzen, Konzept und klaren Zuständigkeiten, die sich dafür Zeit nehmen können und somit auch in Echtzeit auf Kommentare reagieren. Diese Infografik zeigt zehn relevante Social-Media-Netzwerke für Unternehmen.

3) Welchen Stellenwert schreiben Sie dem Social-Media-Monitoring zu?

Monitoring gehört auf alle Fälle zu jeder Social-Media-Marketing-Strategie. Tools wie Google Alerts oder Google Analytics ermöglichen das regelmäßige Monitoring und die Analysen. Darüber erfahren Unternehmen, was ihre Kunden, Partner und Mitarbeiter über sie denken, wie erfolgreich die geposteten Beiträge waren und welche Trends Potential bieten. Monitoring ist wichtig, um Produkte zu optimieren und frühzeitig Krisen wie Shitstorms, zu erkennen, denn die frühe Reaktion ist dabei ausschlaggebend. Außerdem sichern Unternehmen ihre Positionierung, indem sie Kundensupport einrichten. Social-Media-Monitoring sollte aber in die Strategie eingebunden werden und zur Routine gehören. Die gewonnenen Erkenntnisse sollten dann auch mit allen Abteilungen geteilt werden, ob Marketing, Vertrieb, Support usw. Weitere Details haben wir auch in den Beiträgen „Worauf es beim Social-Media-Monitoring ankommt“ und „Social-Media-Analyse: Tools für die Praxis“ beschrieben. Einen Leitfaden zum Start gibt es hier: Social-Media-Monitoring in elf Schritten.

Ausblick: Im nächsten Teil des Interviews geht es um die Einsatzmöglichkeiten von Social Media in der Markenkommunikation. Der Beitrag gibt Einblicke in die Entwicklung eines Markenauftritts sowie in die Methoden via Social Media potentielle Kunden zu erreichen.

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