Social-Media-Controlling für Unternehmen

Strategie | 7 Kommentare | von Claudia Hilker

Kann es sich ein Unternehmen heute leisten, Social Media ohne Controlling zu betreiben? Solange es keine definierten Konzepte zur Messung des Social-Media-Erfolgs gibt, ist die Antwort schwierig, weil noch effiziente Modelle zur Erfolgsmessung fehlen. Unternehmen stehen deshalb vor einer Herausforderung. Mit dem Konzept der 4 Social C haben Unternehmen die Möglichkeit, eine zielgerechte Social-Media-Strategie mit Zielen und Key Performance Indicators (KPIs) zu entwickeln und umzusetzen.

Wieso ist Social-Media-Controlling wichtig?

Auch wenn Social-Media-Plattformen wie Facebook kostenlos zur Verfügung stehen – das Social-Media-Engagement im Unternehmen verursacht erheblich Kosten. Zudem ist der Social Media Beitrag für die Wertschöpfung der Unternehmen kaum quantifizierbar. Zwar lassen sich einfach die Anzahl der Facebook-Freunde messen, dies sagt aber noch wenig über den Erfolg aus. Noch komplexer wird es bei der Analyse und Bewertung von Messgrößen zur Aufmerksamkeit, Bekanntheit oder Reichweite.

Social-Media-Controlling fördert die Wertschöpfung

Die Messung der Social-Media-Wertschöpfung soll das Modell der 4 Social C ermöglichen. Die flexible und zielgerichtete Messung des Social-Media-Erfolgs wird aus der Unternehmensstrategie abgeleitet, abhängig von den Unternehmenszielen: 1) Commerce, 2) Content /SEO), 3) Community und 4) Customer Care. Anschließend werden die passenden KPIs zur Messung abgeleitet.

Social Media Controlling für Unternehmen

Abbildung: Social Media Controlling — die 4 Social C

Quelle: Zeitschriftenartikel: HMD Praxis der Wirtschaftsinformatik Ausgabe 05/2013, Seite 86-92,

Autoren: Dr. Alexandra Daniela Zaugg, Prof. Dr. Ulrich Egle, Springer Fachmedien Wiesbaden (2013)

Social-Media-Commerce für Unternehmen

Beim Social-Media-Commerce soll die Nutzung der Plattformen möglichst stark monetarisiert werden. Zum Beispiel durch den Verkauf von Produkten (E-Commerce) und die Schaltung von Werbung. Bei themenspezifischen Blogs kann das durchaus gelingen, da hier eine spezifische Zielgruppe mit speziellen Interessen angesprochen wird. Auch bei Facebook kann Targeting genutzt werden, also das Anzeigen eines Postings für eine spezifische Gruppe. Solche Angebote eröffnen für Social Media Commerce neue Möglichkeiten, die Kaufbereitschaften bei Kunden zu wecken. Allerdings verwenden die meisten Nutzer Social Media zur Unterhaltung und Information im Freundeskreis. F-Commerce (Facebook Shop-Integration) hat beispielsweise nicht zum großen Erfolg geführt. Insgesamt lässt sich festhalten, dass eine aggressive Werbung mit starken Handlungsaufforderungen in Social Media als störend empfunden werden kann. Ein individuelle Modell für Unternehmen zur Social-Media-Erfolgsmessung lässt sich im Social-Media-Workshop mit Experten erarbeiten.

Dieser Beitrag ist ein Auszug aus meiner Dissertationsforschung. Dabei geht es um Social-Media-Management am Beispiel der Versicherungsbranche. Bei Interesse an einer Beratung zur Entwicklung einer Social Media Scorecard schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

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Kommentare

  1. Ralph says:

    Danke für den Quellenhinweis für diese interessante Grafik.
    Meiner Meinung nach stellt sie sehr vereinfacht den Social Media-Erfolg dar.

    Schreiben Sie über dieses Thema in diesem Jahr öfters?

    Beste Grüße

    Ralph

  2. Ralph says:

    Hallo Frau Hilker,

    dann freue ich mich, wenn die Zahl der Artikel mit dem Tag — ROI — steigt 😉

    Beste Grüße

    Ralph

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