SMiCS 2012: Social Media Marketing iCommerce Summit von MicroStategy

Strategie | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Die Social Media Marketing iCommerce Summit (SMiCS) von MicroStategy fand am 10. und 11. Juli 2012 in Amsterdam statt. Hochkarätige Speaker wie Brian Solis und Martha Rogers boten zwei Tage anspruchsvolle Inhalte.  Karl-Heinz Land, Chief Evangelist & Senior Vice President Social iCommerce, MicroStrategy zeigt in der Keynote auf, dass klassisches Marketing nicht mehr funktioniert. Die Moderatorin Conny Czymoch führte gekonnt und charmant durchs Programm.

Brian Solis: The End of Business As Usual SMiCS 2012: Social Media Marketing iCommerce Summit von MicroStategy

Der Autor und Consultant bei der Altimeter Group, sprach über den Beginn einer neuen Ära dominiert durch Relevanz.  Denn wir leben in einer Kundenökonomie mit mündigen Kunden, die sich über Meinungen und Erfahrungen in sozialen Netzwerken offen austauschen. Sie wollen nicht nur gute Produkte und Services, sie wollen auch angehört und ernst genommen werden und verlangen nach Transparenz von Unternehmen.

Kunden wollen individuelle Erlebnisse, wovon sie begeistert sind und worüber sie als ‚connected‘ Kunde berichten. Das Engagement mit Kunden verlangt nach einer neuen Unternehmenskultur und neuen Prozessen in Unternehmen, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Es geht um das soziale „Re-Branding“ in Zeiten vernetzter Kunden. An Relevanz gewinnen werden deshalb die Diversifizierung von Marken, Maßnahmen um Aufmerksamkeit zu gewinnen, kulturelle Aufgeschlossenheit („Open-mind“) und Change Management mit neuen Werten.

Martha Rogers: „Standing Up and Standing Out“

So hieß der Vortrag von Martha Rogers, Autorin und Gründungspartner of Peppers & Rogers. Dabei ging es um Vertrauen, ganz konkret um „Extreme Trust“. So lautet auch der Titel ihres neuen Buchs. Vertrauen ist die neue Währung für Unternehmen. Sie meint, dass der Unternehmenswert durch den Kunden definiert wird.

Oftmals verschätzen Unternehmen sich dabei ganz arg. So denken 80 Prozent der Unternehmen, sie seien kundenorientiert. Doch nur 8 Prozent der Kunden bestätigen dies. Und die typische Frage von Unternehmen sei falsch: „Wie erhöhen wir mit Social Media den Umsatz?“ Die richtige Frage lautet: „Wie gewinnen wir mehr Nähe und mehr Infos über kundenbedürfnisse, um noch besser zu werden?“

Martha Rogers zeigt Konsequenzen auf, wie sich der Trend in der Praxis abspielt. Wenn man das gleiche Lied zweimal bei iTunes bestellt, dann werden Sie gewarnt, dass Sie es bereits gekauft haben. Apple profitiert also nicht von Ihrer Vergesslichkeit. Es gibt es keinen besseren Weg als Ehrlichkeit, damit Sie Apple vertrauen. Das Interesse der Kunden proaktiv zu schützen fördere die Kundenbindung nachhaltig und sei wichtiger als kurzfristiger Profit meint sie.

Im Zeitalter von Web, Smartphones und sozialen Netzwerken kann jede Aktion von Unternehmen in Echtzeit kritisiert werden. Wenn sich ein Kunde ungerecht behandelt fühlt, kann es in Sekundenschnelle die ganze Welt erfahren. Die Nutzer von Facebook, Twitter und Blogs zeigen wenig Gnade für schlechtes Verhalten. Die Messlatte für die Vertrauenswürdigkeit ist höher als je zuvor und steigt weiter an.

Martha Rogers argumentiert, dass Vertrauensaufbau die einzige vernünftige Antwort auf diese ansteigende Anforderung nach Transparenz ist. Sie betont auch den Stellenwert von Reputationsmanagement: „You can’t take something bad from the Internet, it’s like taking pee out of the swimming pool”.

Viele Experten präsentierten neue Ansätze für Social Media Business

Prof. Peter Gentsch, Chief Analyst, Business Intelligence Group präsentierte Vorgehensweisen für Social Media Monitoring. Michael J. Saylor, CEO von MicroStrategy, präsentierte Ansätze für mobile Business. Scott Galloway, CEO, L2 Think Tank sprach über: Winners & Losers in a Digital World. Dr. Alexander Rossmann, Research Associate, Institute of Marketing, University of St. Gallen, und auch Prof. Dr. Ralf T. Kreutzer, Berlin School of Economics and Law, referierten ebenfalls.

Zahlreiche Best Practice wurden präsentiert

FC Barcelona war Best Practice in Sports Marketing und wurde präsentiert von Fernando Gonzalez, Senior Director Social Intelligence, MicroStrategy. Industry Cases Best Practice von Dennis Wedderkop (Vodafone/EOL), Michael Buck (DELL), Peter Mann (CDS/ UK Army), Ulf Valentin (HRS).

Mehr Infos gibt es online: Filme und Slideshare.

Amsterdam ist immer eine Reise wert!

Das Zentrum von Amsterdam mit Parks und Grachten bietet gute Gelegenheiten mal die Seele baumeln zu lassen. Zudem ist die Anreise aus Düsseldorf schnell und einfach mit nur 2,5 Stunden Bahnfahrt.

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