Praxis-Tipps zum Employer Branding

Kommunikation | 0 Kommentare | von Claudia Hilker

Social Media kann Employer Branding fördern. Viele Arbeitgeber befürchten, dass durch Social Media die Arbeitgebermarke nicht mehr kontrollierbar ist. Schauen Sie sich einfach online das Bewertungsportal Kununu an und Sie wissen, was ich meine: Beschäftigte, Ex-Mitarbeiter, Bewerber: Sie alle können hier online über ihren jetzigen oder Ex-Arbeitgeber lästern, Details ausplaudern und die Arbeitsbedingungen nach Schulnoten bewerten und Mängel anprangern. Dadurch ist hier auch Missbrauch möglich: Wenn Ihr Mitbewerber Ihnen schaden will, kann er hier Ihren Ruf als Arbeitgeber schädigen. Nicht nur die Bewerber, sondern auch die Unternehmen sind gläsern geworden.

Employer BrandingWar for talents

Auch wenn in Deutschland Employer Branding noch wenig genutzt wird, so wird durch den Fachkräfte-Mangel die Verknappung talentierter und qualifizierter Fach- und Führungskräfte neu forciert. Ed Michael, der amerikanische Direktor von der Unternehmensberatung McKinsey, hatte bereits 1998 den Begriff „War for talents“ geprägt, der sich schnell ausbreitete, als klar wurde, dass der Kampf um die besten Talente (die High Potentials) im Informationszeitalter die wichtigste und gleichzeitig knappste Ressource des Unternehmenserfolges darstellt.

Employer Branding als Mittel der Wahl

Der Aufwand für Rekrutierung steigt. Hochschulabsolventen haben heute andere Kriterien zur Berufswahl als früher. Zusätzlich zum Gehalt werden Herausforderungen, gute Entwicklungsmöglichkeiten, eigenverantwortliches Arbeiten oder gar Selbständigkeit gesucht. Damit Sie im Wettbewerb um vielversprechende Arbeitskräfte nicht abgehängt werden, ist es sinnvoll, Ihre Arbeitgeber-Marke zu prüfen und bei Bedarf weiterzuentwickeln. Ziel muss sein, auf Ihrer Website oder auf Ihrer Karriere-Microsite verlockende Karriere-Aussichten zu präsentieren: herausragende Unternehmenskultur, ein attraktiver Standort, freie Arbeitszeitmodelle wie auch verantwortungsvolle Aufgaben in Schlüsselpositionen und leistungsbezogene Bezahlung; aber auch Afterjob, Betriebsklima, Ruf der Firma usw. Zudem ist es wichtig, Ihre Mitbewerber bezüglich Gehalt und Anreizen im Auge zu behalten. Die verschärfte Situation erfordert zudem neue Formen der Talentsuche in Social Media.

Praxis-Tipps für Ihre Website

Worauf Sie bei Ihrer Website achten sollten, wenn Sie Bewerber online locken wollen:
1) Information: Konkrete Beschreibung der Stelle, Hinweise zum Bewerbungsprozess, aktuelle Informationen, Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung, Tipps zur Freizeitgestaltung.
2) Interaktivität: Module zur Online-Bewerbung, Videos, Self-Assessments, interaktive Tools wie Blogs sowie konkrete Ansprechpartner mit Foto, Telefon und Chat
3) Navigation und Usability: hohe Benutzerfreundlichkeit, klare Navigationsführung
4) Design: funktionales Design und konsistenter Styleguide
5) Zugang: einfaches Finden der Karriere-Seiten auf Ihrer Unternehmenswebsite

Praxis-Tipp: KPMG hat vorbildliche Karriereseiten für High Potentials im Bereich Beratung und Wirtschaftsprüfung. Website-Inhalte sind beispielsweise: Auszeichnungen, Werte, Karriere-Entwicklung, Benefits, Corporate Social Responsibility, Life Balance, Diversity, Mitarbeiter-Stimmen, Filme, Publikationen sowie Bewerbungstipps.

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