Instagram vs. Snapchat: Die richtige Plattform finden

Management | 1 Kommentare | von Claudia Hilker

Wie finden Unternehmen Netzwerke zum teilen visueller Inhalte? Um diese Frage zu beantworten, müssen Unternehmen entscheiden, ob visuelle Inhalte Teil der eigenen Social Media Strategie sind. Die Vielzahl an bestehenden und neu entstehenden Netzwerken macht es für Unternehmen schwierig, die richtige Plattform für die eigenen Zwecke zu finden. Ein sehr gutes Beispiel dafür sind die beiden Netzwerke Instagram und Snapchat. Was unterscheidet beide Netzwerke? Was macht sie aus?

Plattformen für die jüngere Generation

Bei der Entscheidung, welche Plattform für die nächste Kampagne, oder sogar überhaupt, verwendet werden soll, helfen möglicherweise der Vergleich der Reichweite beider Plattformen.

Instagram wurde 2010 ins Leben gerufen und aufgrund der wachsenden Popularität von Facebook erworben. Das soziale Netzwerk kann monatlich mehr als 400 Millionen Nutzer und mehr als 80 Millionen veröffentlichte Fotos pro Tag aufweisen. Die Plattform ist vor allem bei der jüngeren Generation beliebt, was durch die Alterseinteilung der Nutzer zeigt. Demnach sind 53% der Instagram-Nutzer zwischen 18 und 29 Jahren alt. 25 Prozent zwischen 30 und 49 Jahren und 11 Prozent der Nutzer befinden sich in einer Altersspanne von 50 bis 64 Jahren.

Im Vergleich dazu ist Snapchat die jüngere der beiden Plattformen. Das als Messenger aufgebaute System entstand 2011 und kann täglich 100 Millionen aktive Nutzer vorweisen. Täglich werden 400 Millionen “Snaps“ pro Tag versendet. Auch diese Plattform richtet sich in erster Linie an jüngere Nutzer, was man an den Nutzerzahlen erkennen kann. Mehr als 60 Prozent der Snapchat Nutzer in den Vereinigten Staate sind zwischen 13 und 34 Jahre alt und 37 Prozent zwischen 18 und 24. Grade bei Studenten ist die Plattform besonders beliebt. Immerhin 77 Prozent nutzen die App täglich.

Social Marketing mit Instagram

SnapchatWie können die beiden Plattformen in der Marketing-Welt genutzt werden? Kommen wir zuerst zu Instagram:

Das soziale Netzwerk hat bei den Social Media Nutzern einen derartigen Anklang gefunden, dass die App von Facebook erworben wurde. Die App kann verwendet werden, um Videos und Bilder über das eigene Instagram Profil zu teilen, sodass der Inhalt für alle Follower sichtbar ist. Im mit Followern in Kontakt zu treten, können Nutzer entweder über die Kommentarfunktion mit ihnen agieren, oder persönliche Nachrichten verschicken. Grade für Unternehmen ist von großem Interesse, dass das Unternehmen vor kurzem die Möglichkeit eröffnet hat, Kunden über Instagram Anzeigen zu erreichen. Um die Bilder einer breiteren Masse zugänglich zu machen, können, genauso, wie bei Twitter, auch Hashtags gesetzt werden. Dies erleichtert es, die Bilder der richtigen Zielgruppe zugänglich zu machen.

Tipps für das Marketing über Instagram:

Das Marketing über virale Inhalte ist speziell. Es lässt für Unternehmen einen großen Handlungsspielraum zu und erfordert Kreativität. Deshalb finden Sie hier ein paar Tipps, die Sie für ihr Instagram-Marketing anwenden können:

  1. Ein Blick hinter die Kulissen: Um ein Unternehmen an Kunden anzunähern, bietet es sich an, Bilder von beispielsweise Vorbereitungen für Kampagnen zu veröffentlichen. Dies bietet en Followern einen interessanten Blick hinter die Kulissen.
  2. Die Nutzung von Instagram Anzeigen: Anzeigen auf Instagram können ein sehr mächtiges Medium sein. Da das Netzwerk als App konzipiert wurde, sind Unternehmen in der Lage, ihre Kunden auch mobil ansprechen zu können.
  3. Setzten Sie Hashtags: Um Ihre Zielgruppe so gezielt, wie möglich ansprechen zu können, dürfen Sie nicht auf Hashtags verzichten.
  4. Interaktion mit Followern: Sie können nicht nur über die Kommentarfunktion und über Nachrichten mit Ihren Followern kommunizieren. Teilen Sie Inhalte Ihrer Follower, die auch zu Ihrem Unternehmen passen. Dadurch entsteht zwischen Ihnen und Ihren Followern ein “Geben und Nehmen“.

Snapchat als Marketing Messenger

SnapchatDie als Fotomessenger aufgebaute Plattform ermöglicht es Nutzern, entweder kurze Snapschüsse entweder an bestimmte Personen, oder als Geschichte an die gesamte Kontaktliste zu senden. Diese Bilder und Videos sind mit einer geringen Existenzdauer bedacht und löschen sich selbst nach wenigen Sekunden. Dieser Umstand macht den Messenger zu einer Plattform, die für die geteilten Inhalte eine lange Vorbereitung unnötig macht. Der Umstand, dass lediglich 1 Prozent der Unternehmen auf Snapchat präsent sind, gibt es für Nachzügler einen großen Entfaltungsspielraum und den Vorteil des Early Adopters.

Tipps für die Nutzung von Snapchat:

Um auf Snapchat erfolgreich zu sein, bedarf es eine Anpassung an das spezielle System. Vielleicht sind Ihnen die folgenden Tipps dabei behilflich:

  1. Das Timing: Wann ist Ihre Zielgruppe am aktivsten? Finden Sie dies heraus, bevor Sie Ihre Kampagnen starten. Denn nicht nur nach dem Anklicken eines Schnappschusses besteht eine zeitliche Frist, bis sich das Bild automatisch löscht. Auch wenn ein Bild noch nicht angeklickt wurde, ist es lediglich für 24 Stunden verfügbar.
  2. Aktivieren Sie Ihre Follower: Da die Beiträge nur für eine gewisse Zeit verfügbar sind, sollten Sie Ihre Follower dazu motivieren, Ihnen regelmäßig zu folgen. Dies gelingt beispielsweise durch Gutscheincodes, die nur für einen gewissen Zeitraum aktuell sind.
  3. Kreativität ist entscheidend: Grade, weil die Beiträge nur für einen bestimmten Zeitraum verfügbar sind, sollten diese so kreativ, wie möglich sein. Je kreativer und origineller die Beiträge sind, desto länger bleiben Sie den Nutzern im Gedächtnis.
  4. Nutzen Sie Influencer: Für die jüngere Zielgruppe nehmen Influencer eine enorme Bedeutung ein. Da dieselbe zeilgruppe auch in einem hohen Maße Snapchat nutzt, können Sie sich diesen Umstand zu nutze machen.

Ich hoffe, Ihnen hat der Beitrag gefallen und Sie konnten einen besseren Überblick über die Möglichkeiten von Instagram und Snapchat gewinnen. Bleiben Sie auf viele weitere interessante Beiträge gespannt!

Weitere Beiträge zu dem Thema:

> Social Media: Eine Plattform für Content Marketing

> Nutzertypologie im Social-Media-Marketing

> Virales Marketing: Best-Practice-Beispiele

> Leitfaden für Ihre Social-Media-Strategie

> Social Media: Chancen, Risiken und Anwendungsbereiche

 

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Kommentare

  1. Mathias says:

    Hallo Claudia,

    vielen Dank für die hilfreiche Gegenüberstellung.
    Besonders gut gefallen mir jeweils die Tipps zu den einzelnen Netzwerken.

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