In Social Media Erfolge messen

Management | 2 Kommentare | von Claudia Hilker

Viele Unternehmen bewegen sich in Social Media und nutzen Facebook, Twitter und Co. als Marketingplattform. Doch noch zu wenige Unternehmen haben eine Strategie zur Erfolgsmessung Ihrer Social-Media-Arbeit und wissen nicht, um das Nutzen, das sie daraus ziehen können.

Unternehmen messen kaum Erfolge

Eine Studie des Marketing-Technologie-Dienstleisters Silverpop zeigt, dass Social Media eine eher kleine Rolle für Marketing-Verantwortliche spielt. Zwar messen zumindest knapp die Hälfte der Befragten Ihre Erfolge auf Facebook (47 %), Twitter oder Google Plus befinden sich allerdings im unteren Drittel der Aufmerksamkeit. Mit der Email auf Platz 1 (56 %) glauben die meisten an den stärksten Umsatzbringer.

Social Media Erfolgsmessung

Quelle: Silverpop | Foto: Silverpop

Das Nutzen der Social-Media-Erfolgsmessung

Nutzeraktivität und viele Likes reichen allein nicht aus, um zu entscheiden, ob Ihre Social-Media-Strategie erfolgreich ist. Eine regelmäßige Erfolgsmessung per Social-Media-Monitoring trägt letztlich zum gesamten digitalen Marketingkonzept Ihres Unternehmens bei. Sie können folgendes Nutzen daraus gewinnen:

  1. Erfolgsvoraussetzungen zur Erreichung Ihrer Zielgruppe.
  2. Möglichkeiten und Grenzen der unterschiedlichen sozialen Medien zur Erreichung von Unternehmenszielen. Dies beinhaltet auch die Festlegung der relevanten KPIs zur Ermittlung der Wirkungen sowie des ROI von Social-Media-Aktivitäten.
  3. Mehrwert für die umfassende Planung Ihres Social-Media-Engagements, inklusive der erforderlichen Ressourcen.
  4. Eine Vernetzung mit den weiteren kommunikativen Maßnahmen des Unternehmens und nicht nur den Social-Media-Kanälen.

Social Media Erfolge messen mit Monitoring

Social Media MonitoringSocial-Media-Monitoring meint die Beobachtung von Diskussionen und Meinungsbildung im Social Web. Der zugehörige Oberbegriff Web-Monitoring befasst sich mit der Erhebung und Analyse von Daten, die sich aus dem Kommunikationsverhalten der User im Internet ergeben. Es geht darum, herauszufinden, was Kunden, Geschäftspartner und Mitbewerber beschäftigt. Zudem kann der Erfolg der eigenen Internet-Maßnahmen überprüft werden. Außerdem dient es der Marktforschung und kann helfen, neue Trends zu entdecken und zu nutzen. Das Beobachten, Analysieren und Evaluieren sollte professional durchgeführt werden, damit man aus den Ergebnissen auch die richtigen Konsequenzen ziehen kann. In dem Beitrag „Social-Media-Monitoring in elf Schritten“ erhalten Sie wertvolle Tipps.

Social-Media-Monitoring-Tools

Tools für die Erfolgsmessung sind oft spezielle Suchmaschinen, die Ergebnisse liefern, was online über ein Unternehmen, eine Marke oder ein Thema gesprochen wird. Folgende sechs kostenlosen Tools eignen sich sehr gut für Ihre Monitoring:

  1. Google Alerts liefert per E-Mail oder RSS-Feed aktuelle Ergebnisse von Newsseiten, Blogs und Foren.
  2. Google Insights for Search kann Muster von Suchvolumen zu bestimmten Stichworten über verschiedene Kategorien hinweg vergleichen.
  3. Rivva gibt einen Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft
  4. Social Mention durchsucht die Social Media Netzwerke zum Stichwort, bietet diverse Filter und erhebt verschiedene Messwerte. Die Ergebnisse gibt es als E-Mail Benachrichtigung und RSS-Abo.
  5. Twazzup durchsucht Twitter und zeigt z. B. Top Influencer und die beliebtesten Links an.
  6. Twittanalyzer erstellt Profile von Twitter-Accounts.

Wichtig ist jedoch, dass Sie sich in jedem Fall mit den Tools vertraut machen, um möglichst viele nützliche Ergebnisse zu erzielen.

Fazit: Die Chancen und das Nutzen von Erfolgsmessungen sollten Unternehmen nicht unterschätzen und in Ihre Social-Media-Strategie einplanen. Nur genaue Informationen können die Social-Media-Arbeit fördern und optimieren. Das hilft auch Ihrem gesamten Marketing zum Erfolg.

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> Worauf es beim Social-Media-Monitoring ankommt

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> Experten-Interview: Was beim Social-Media-Monitoring zu beachten ist

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Kommentare

  1. Marco Feiten says:

    Hallo Frau Hilker,

    besten Dank für Ihren Beitrag. Ihre Aussage „Das Beobachten, Analysieren und Evaluieren sollte professional durchgeführt werden“ teile ich vollends. Und genau deshalb ist es vielen Unternehmen nicht möglich, selbst diverse Tools einzusetzen – es fehlen die Mitarbeiter mit dem nötigen Know-how oder auch der entsprechenden Freigabe durch die höhere Managementebenen.

    Zudem ist die Tool-Landschaft sehr dynamisch, d.h. man braucht schon einige Zeit, um hier up-to-date zu bleiben und die Tools zu testen. Einige Tools wiederum verschwinden wieder vom Markt. Man kann sich also nur bedingt darauf verlassen.

    Und nicht zuletzt sind Tools auch nur Mittel zum Zweck. Die automatisch erzeugten Ergebnisse sind oftmals unzureichend oder gar falsch. Es braucht daher immer Menschen, die diese Ergebnisse bearbeiten, korrigieren und ggf. mit mehr Information anreichern. Das ist es, was wir unter „Social Media Intelligence“ verstehen.

    Herzliche Grüße
    Marco Feiten
    Managing Director CURE S.A.

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