Google+ Communities beleben die „Geisterstadt“ (1/4)

Marketing | 0 Kommentare | von Prof. Dr. Claudia Hilker

Seit Dezember 2012 gibt es die Google+ Communities. Eine Google+ Community ist ein Pendant zur Facebook-Gruppe. Doch welche Ziele verfolgt Google damit? Welcher Nutzen haben sie für Unternehmen? Welche Erfahrungen gibt es? Wie richte ich eine Community ein und wie manage ich sie? Im ersten Beitrag geht es um die Ziele und den Stellenwert der Google+ Communities. Dann folgen Nutzen, Erfahrungen und Tipps zum Einrichten einer Google+ Community sowie zum Community-Management.

Stellenwert der Communities

Aktuell hat Google+ 500 Millionen registrierte Nutzer (Dez. 2012). Der Rivale Facebook hat etwa die doppelte Nutzeranzahl: 1 Milliarde Nutzer. Bei Google+ hapert es bislang an der Interaktion. Von den 500 Millionen Nutzer sind nur 235 Millionen auch wirklich aktiv, wenn man externe Aktivitäten der Plattform hinzurechnet wie: +1-Bewertungen bei Google Play und Gmail-Nutzung. Wirklich aktiv nur etwa 135 Millionen Nutzer.

Eine Stunde pro Lieblingsnetzwerk

Das Problem ist die Nutzungsdauer. Die meisten deutschen Nutzer (zwei Drittel) verbringen laut BITKOM Studie 2012 etwa eine Stunde am Tag in ihrem Lieblingsnetzwerk. Und das am meisten genutzte Netzwerk in Deutschland ist Facebook. Etwa vier von zehn Internetnutzern geben an, Facebook zu verwenden. Es ist also ein Kampf um den kostbaren Faktor Zeit − und somit um die Aufmerksamkeit der Nutzer.

Ist Google+ eine Geisterstadt?

Nach einer Erhebung der US-Marktforscher Comscore hielten sich die Nutzer in der Anfangszeit (Ende 2011) im Schnitt nur drei Minuten monatlich bei Google+ auf. Deshalb bezeichnete das „Wall Street Journal“ Google+ als „virtuelle Geisterstadt“. Im Dezember 2012 ist die Verweildauer bei Google+ mit hochgerechneten 60 Minuten pro Tag (inklusive externer Dienste) deutlich angestiegen. 12 Minuten verbringen die Nutzer durchschnittlich im Google+ Stream. Diese Zahlen zeigt die Info-Grafik von Google+.

Google Infographic Dezember 2012

Quelle: offizieller Google+-Account

Ziele der Google+ Communities

Mit den Communities will Google+ vermutlich die Verweildauer auf der Plattform erhöhen. Denn eine Community kümmert sich um die Interessen der Mitglieder und verbindet sie nachhaltig. Die vielen Google+ Communities zeigen, das Netzwerk keine Geisterstadt mehr ist, sondern die Mitglieder aktiv sind.

Google+ hat noch viel Potenzial zur Nutzer-Aktivierung

Die No-Show-Rate bei Google+ ist hoch und die Nutzungsdauer gering. Das dürften die Gründe sein, warum Google die  Communities startet. Im Kampf gegen Facebook zählt jede Minute, die Nutzer auf Google+ verbringen, denn sie erhöhen die Aktivitätszeit bei Google+ und sind zugleich bei Facebook aktiv.

Die Serien-Beiträge im Überblick

> Google+ Communities beleben die “Geisterstadt” (1/4)

> Wie man eine Google+ Community einrichtet (2/4)

> Erfahrungen zum Google+ Community-Management (3/4)

> Tipps zum Google+ Community Management (4/4)

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