Artikelübersicht der Kategorie: Blog » Strategie
Facebook Reichweite Content Marketing

Neuer Facebook-Algorithmus: Was ändert sich im Content-Marketing?

Marketing | 0 Kommentare | von Prof. Dr. Claudia Hilker

Im Social Media Marketing gibt es ständig Veränderungen. Unternehmen und Medienhäuser verzweifeln seit kurzem an ihrer Facebook Reichweite. Facebook hat mal wieder am Algorithmus geschraubt, mit großer Auswirkung auf die organische Reichweite von Postings. Wir haben über die Jahre immer wieder über Facebook und das Problem der sinkenden Sichtbarkeit geschrieben. Dieses Mal scheint die Wirkung auf das Content-Marketing erheblich zu sein. Dieser Beitrag gibt Inspirationen, was Sie an Ihrer Strategie möglicherweise anpasen müssen.

Content Marketing für Facebook

Mark Zuckerberg persönlich hat Mitte Januar angekündigt, dass der Algorithmus auf Facebook der laufenden Kritik viele User entgegen kommt und wieder mehr persönliche Bindungen fördern will. Heißt: im News-Feed werden den Nutzern wieder mehr Posts von Familie und Freunden angezeigt und nur noch ein Bruchteil von geliketen Unternehmen und Seiten.

Die Beiträge werden also jetzt danach gefiltert, ob sie bedeutungsvolle Interaktionen erzielen. Hier gilt das bekannte Prinzip: je mehr Fans sich zu einem Posting äußern (Kommentare/Teilen), je weiter wird der Beitrag verbreitet. Da Unternehmen nach dem neuen Algorithmus eben nur noch einen Bruchteil Ihre Fans erreichen, hängt es von diesem Bruchteil ab, wie erfolgreich der Beitrag wird. Schwierig.

Konsequenzen für das Content-Marketing

Die Auswirkung haben viele Unternehmen in den letzten Wochen drastisch bemerkt. Die Likes und Kommentare sind rapide zurückgegangen. Jede Interaktion hat sich auf ein Bruchteil reduziert. Und jede fehlende Interaktion wertet Facebook jetzt noch stärker als uninteressanter Beitrag. Das hat zur Folge, dass Ihre Seite es zunehmend schwieriger hat im News-Feed der Fans aufzutauchen. Viele Unternehmen fühlen sich gedrängt, mehr auf Paid-Reichweite zu setzen und häufiger ihre Postings zu bewerben. Im Allgemeinen ist aber die größte Konsequenz, die Content-Marketing-Strategie umzustellen und andere, neue Wege zu finden, weiter im Spiel zu bleiben.

Wie können Unternehmen mit dem neuen Facebook Algorithmus umgehen?

Bis jetzt gibt es noch nicht DIE Lösung. Es wird noch viel probiert und analysiert. Wir haben vier Tipps, die Chancen bieten, dem neuen Algorithmus entgegen zu wirken.

1) Mit Facebook-Gruppen arbeiten: Gruppen sind bei Facebook noch in der Wertung der guten Reichweite. Denn dort läuft viel Interaktion. Das liegt daran, dass in einer Gruppe oft vieles ausgetauscht wird, was die Mitglieder wirklich interessiert. Dort dominieren Diskussionen. Unternehmen können als Marke ebenfalls eine Gruppe erstellen. Laden Sie Ihre Fans dort ein und posten Sie Ihre Beiträge neben Ihrer normalen Facebook-Seite auch in der Gruppe. So bauen Sie gleich eine intensivere Community auf und sichern sich eine höhere Position im News-Feed Ihrer Fans.2) Facebook-Stories erstellen: Wie auf Instagram gibt es auch bei Facebook seit einiger Zeit neben dem News-Feed das Feld der Story. Dort können Unternehmen eine Bilderreihe oder Postingreihe erstellen.

Es braucht allerdings den blauen Haken am Profil, um solche Stories zu erstellen, damit gesichert ist, dass Sie genügend Fans haben. Da bisher nur wenige Unternehmen die Story auf Facebook nutzen, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass viele Ihrer Follower Ihre Story sehen.

3) Ein Plus für Influencer Marketing: Profile und Seiten von bekannteren Persönlichkeiten sind nach wie vor hoch in der Reichweite. Für die Influencer ist der veränderte Algorithmus eine super Chance noch mehr Follower zu ziehen. Es ist also auch von Vorteil mehr in Influencer Marketing zu investieren. Darüber Content mit Mehrwert zu produzieren und Fans zu erreichen, ist ein Versuch Wert, den neuen Algorithmus zu brechen. Denn Influencer erzeugen oft viel Engagement durch viel Austausch. Dazu braucht es aber clevere Postings mit Storytelling, als das stumpfe Platzieren von Produkten im Bild.

4) Ihr fragt, wir antworten: Einige Social-Media-Experten raten dazu, neue Strategien auszuprobieren. Der simple Engagement-Aufruf mit einer direkt im Post gestellten Frage funktioniert nicht mehr so gut. Dazu erreicht der Post einfach zu wenige. Das zeigen zum Beispiel die Facebook Inhalte von Schwarzkopf im Januar, die bisher Vorreiter im Content-Marketing waren.

Hier können Unternehmen versuchen, den Spieß umzudrehen: über eine Kampagne, bei der die Fans die Fragen stellen und das Unternehmen via Facebook anwortet. In der Modewelt ist das recht einfach zu erreichen, über Styling-Fragen, bis zur Typberatung. Aber auch in anderen Branchen funktioniert die Positionierung als Experte, der Fragen beantwortet.

Dabei kommt der Anstoß zum Engagement nicht vom Unternehmen, sondern von den Fans, die die Fragen stellen. Das wird grundsätzlich in Sachen Reichweite schonmal höher gewertet. Die Kampagne muss selbstverständlich erstmal bei den Followern ankommen und sollte daher zu Beginn beworben werden. Dann braucht es eine Zeit, bis es sich rumspricht und viele Fans erreicht hat. Hier eignet sich zum Beispiel die Kombination mit einer Gruppe. Dort läuft das Frage-Antwort-Prinzip häufig als Grundlage und erreicht viele Mitglieder.

Handlungsempfehlungen für Unternehmen

Keiner der Tipps ist ein absoluter Selbstläufer. Jede neue Strategie braucht Investition, Geduld und Herzblut. Aber im Moment bleibt Unternehmen nichts anderes übrig, als neue Wege zu probieren. Andernfalls stagniert die Reichweite auf Facebook immer weiter. Wichtig für Unternehmen ist also:

  1. Beschäftigen Sie sich mit der neuen Lage, nehmen Sie sie ernst.
  2. Was Sie ausprobieren, muss zu Ihren Themen passen. Das betrifft vor allem die Frage-Antwort-Methode.
  3. Fahren Sie erstmal einen Piloten und schauen Sie, wie Ihre neue Strategie ankommt und sich entwickelt. Dann erst zurren Sie sie fest und investieren mehr.

Content Marketing Strategien Whitepaper Download

Weiterlesen
Love Brand in Social Media: Facebook

Love Brands: Beliebte Marken in Social Media

Marketing | 0 Kommentare | von Prof. Dr. Claudia Hilker

Welche Marken sind „Love Brands“ (beliebte Marken) in Social Media? Das Branding in Social Media ist in der Marketing-Strategie ein relevanter Erfolgsfaktor. Damit dies gelingt ist eine individuelle Social-Media-Marketing Strategie erforderlich, um hohe Reichweiten und die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden zu gewinnen. Welche Marken sind „Love Brands“ in Social Media? Dazu fassen wir im folgenden Beitrag die Ergebnisse zwei aktueller Studien zusammen.

Love Brands: Lieblingsmarke ist Facebook

Facebook ist laut einer Erhebung von Netbase die beliebteste Marke weltweit. Zu diesem Schluss kommen die Analysten nach Auswertung von 356 Millionen englischsprachigen Posts (Blogs, Foren, News-Seiten, Twitter, Tumblr u.v.m.) – darunter auch 63 Millionen positive Erwähnungen des größten sozialen Netzwerks der Welt. Die Top 3 des Rankings werden von Amazon und eBay kommpletiert. Das bestplatzierte deutsche Unternehmen ist Adidas auf Rang 21, siehe folgende Infografik von Statista.

Love Brands: Beliebte Marken in Social Media

Beliebte Marken in Social Media

Eine andere Studie der dpa-Tochter news aktuell und Faktenkontor hat ebenfalls die beliebtesten Marken im Social Web ermittelt. Nachfolgend stellen wir Ihnen fünf der beliebtesten Marken aus verschiedenen Branchen vor. Für die Studie wurde von Januar bis Dezember 2016 untersucht, wie oft die deutschen Verbraucher über Marken diskutieren und wie sie über Preis, Service, Qualität und Ansehen urteilen.

Ausgewertet wurden die Daten mit dem Webmonitoring-Tool Web Analyzer. Die Software analysiert zehntausende Online-Nachrichten und über eine Million Social-Media-Quellen. Für die Ermittlung der beliebtesten Marken im Social Web wurden über 14 Millionen Kundenstimmen zu 3.000 Marken untersucht. Letztlich haben sich 21 Kundenlieblinge herauskristallisiert als Vorreiter für Branchen.

Kunden-Lieblinge: Die beliebtesten Marken aus 20 Branchen

Die Studien-Ergebnisse zeigen die beliebtesten Marken 2016 im Social Web.

Love Brands in Social Media

Wir stellen Ihnen nachfolgend fünf der beliebtesten Marken vor. Die Love Brands kommen aus der Automobilbranche, dem Sport, Hardware, dem Online-Handel und Baumärkten. Diese Love Brands werden nachfolgend mit Details erläutert: 1) Automobil: BMW, 2) Baumärkte: Toom, 3) Hardware: IBM, 4) Sportartikel: Adidas und 5) Versand- und Online-Handel: Amazon.

1) Love Brand „BMW“ in Social Media

Der Münchener Autoherrsteller BMW ist besonders auf Twitter und Instagram sehr erfolgreich. Twitter dient als reiner News-Kanal zum Unternehmen und den Produkten, Instagram ist hingegen die Bilderplattform für emotionale Stories. Besonders auf Instagram arbeitet BMW viel mit user generated-Content. Unter dem Hashtag #bmwrepost können Follower und Kunden ihre Geschichten und Bilder zu BMW verbreiten und retweeten. Dadurch baut BMW nähe zu den Followern auf und vermarktet sich authentisch. Für Reichweite und Engagement setzt der Konzern auf Influencer. Sie führen Kampagnen mit einflussreichen Nutzern, wie zum Beispiel die Kampagne „Eyes on Gigi“.

Mit diesem Video geht es BMW vor allem um den Ansatz „Digital First“ und Interaktion der Zuschauer und Fans. Sie sollen das Topmodel Gigi Hadid und den damals neuen BMW M2 Coupés nicht aus den Augen lassen. Nach einer aufwendig gefilmten Auto-Choreographie können die Zuschauer interaktiv auswählen, wo Gigi und ihr BMW am Ende stehen. Die Fans und Follower fühlen sich also angesprochen, mit einbezogen und bekommen gleichzeitig noch ein aufregendes Video präsentiert.

2) Love Brand „Adidas“ in Social Media

Adidas hat allein schon als riesige Sportmarke einen großen Erfolg. Unzählige Werbe-Kampagnen mit großen Sport-Events und prominenten Sportlern erzeugen viel Aufmerksamkeit. Zudem ist Adidas in Social Media Netzwerken aktiv. Allein auf Facebook und Twitter besitzt das Unternehmen mehrere Profile für jede Marke.

Social Media beliebteste Marken Adidas

Diese Marken laufen aber auf den jeweiligen Hauptprofilen zusammen, da Adidas häufig denselben Content auf den Kanälen verbreitet bzw. den Content der Unterprofile zur Hauptseite führt. Zudem liket Adidas viele andere Seiten und betreibt so kluges Networking, um einmal die Reichweite simpel zu erhöhen und sich zum anderen überall ins Gespräch zu bringen. Ein weiterer kluger Schachzug von Adidas sind die Kooperationen mit vielen Star-Sportlern, die wiederum als Influencer eine enorme Reichweite für Adidas bewirken.

3) Love Brand „IBM“ in Social Media

IBM arbeitet mit vielen Social Analytic Programmen, sogar in Kooperation mit Twitter. Deshalb hat IBM auch mehrere Twitter-Profile, um verschiedene Zielgruppen zu erreichen. Im Hauptprofil fokussiert sich IBM auf News, Produkt-Updates und Promotion-Aktionen. Auf Facebook hat IBM Profile zu den Themen: Social Business und Employer Branding. Überhaupt setzt IBM viel auf Employer Branding sowie Employer Recruiting via Social Media.

So nutzt IBM Instagram, um Fotos aus Büroräumen und dem Arbeitsalltag der Mitarbeiter zu posten. Dadurch bekommen die Follower immer wieder Einblicke hinter die Kulissen eines großen Konzerns. Das fördert die Transparenz, Authentizität und Kundennähe. Um das alles zu betreuen, hat IBM ein großes Social-Media-Team mit definierten Aufgaben. Guidelines und Redaktionsplänen.

4) Love Brand „Amazon“ in Social Media

Bei Amazon ist E-Commerce das Thema und Verkaufen. Auf Facebook postet Amazon hauptsächlich Produkt-Details, Reviews oder Rabatt-Aktionen. Gleichzeitig überzeugt Amazon mit Interaktionen in Social Media. In Echtzeit kommentieren sie Postings und Anfragen, bringen Humor mit ein und geben den Fans das Gefühl, ein guter Stammkunde zu sein.

Beliebteste Marken Amazon Spark

Gerade erst hat Amazon eine eigene Social Plattform in der Amazon-App errichtet: Spark. Dort können Kunden ihre Interessen eintragen und bekommen dann passende Produkte und Rezensionen vorgeschlagen. Nebenbei können sie auch direkt untereinander chatten und sich über Produkte austauschen. Wenn ein Produkt gefällt, kann es in Sparks auch direkt gekauft werden.

5) Love Brand „Toom“ in Social Media

Das Baumarkt-Unternehmen Toom setzt in Social Media auf Kampagnen. Damit gibt Toom Einblicke ins Leben ihrer Kunden. Zum Beispiel die Kampagne „Respekt, wer’s selber macht“ weckt Aufmerksamkeit durch emotionale Geschichten und baut die Nähe zum Kunden auf. Ebenso ruft Toom dazu auf, Dankes-Botschaften hochzuladen, um Handwerkern, Freunden und Bekannten einfach mal „Danke“ zu sagen, weil sie geholfen haben. Damit stärkt Toom die Bindung an die Marke, wirkt authentisch und fördert den Aufbau von Vertrauen.

Alle 21 beliebtesten Marken in Social Media finden Sie hier im Überblick.

Fazit: Der Erfolg einer Marke lässt sich sehr gut mit einer Social-Media-Strategie ergänzen. Es braucht dazu jedoch ein klares Ziel und Investitionsbereitschaft. Wir helfen Ihnen gerne bei ihrem Social-Media-Marketing. Bei Interesse schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

Download Whitepaper: Social-Media-Marketing

Weiterlesen
Social Media Monitoring

Social Media Monitoring Strategie

Strategie | 1 Kommentare | von Prof. Dr. Claudia Hilker

Durch Social Media Monitoring erfahren Sie, was in Facebook, Blogs oder  Twitter über Sie geschrieben wird. Mit unseren 11 Tipps steigern Sie Ihren Erfolg im Social Web. Auch scheinbar unwichtige Punkte müssen bei Social Media durchdacht werden, um erfolgreiche Kampagnen zu starten. Wie soll beispielsweise auf etwas Unvorhergesehenes reagiert werden? Damit Ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt sind, teilen Social Media Monitoring Experten ihre Erfahrungen.

Weiterlesen
Social Media Strategie

BVDW: Tipps für Ihre Social Media Strategie

Strategie | 1 Kommentare | von Prof. Dr. Claudia Hilker

Nützliche Tipps zur Erstellung einer Social Media Strategie liefert der Social Media Kompass 2017/ 2018 vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW). Er gibt zahlreiche Einblicke in die neusten Social Media Marketing Trends. Die diesjährige Ausgabe beschäftigt sich mit den wichtigsten Entwicklungen in den Themenbereichen Social Media Advertising, Social Media Relations und Social Media Content. Lesen Sie einige Auszüge aus der Publikation zur Inspiration für Ihre Social Media Strategie.

Weiterlesen
Social-Media-Marketing bei SIXT

Best Practice: Social-Media-Marketing für Unternehmen

Marketing | 0 Kommentare | von Prof. Dr. Claudia Hilker

Unternehmen sollen heute im Social-Media-Marketing nach der perfekten Story und Kampagne suchen. Sie sollten nicht mehr die Frage stellen, ob Social-Media-Marketing wichtig ist oder wann der richtige Moment da ist etwas zu posten. Social Media sollte längst den Status eines alltäglichen modernen Marketing-Instruments inne haben. Es gehört einfach dazu, wie das Beantworten von E-Mails. Social-Media-Marketing ist allerdings auf vielen Ebenen und mit vielen Zielen einsetzbar. Daher gibt dieser Beitrag Einblicke in verschiedene Best-Practice-Beispiele von Unternehmen.

Social-Media-Marketing läuft viral

Kampagnen und Posts in den sozialen Netzwerken sind am erfolgreichsten, indem Sie sich viral verbreiten. Heißt: es braucht attraktive Inhalte, die User so begeistern, dass sie diese an ihre Kontakte verbreiten. Jeder soll darüber sprechen. Solches Marketing spart dazu noch Werbekosten. Um die Aufmerksamkeit der Follower und User einzufangen, eignen sich Kampagnen und Posts mit Bildern, Videos und cleveren Sprüchen. Sie können darüber zum Beispiel aktuelle Trends einbinden, die Kundenbindung fördern, sich als Arbeitgeber positionieren und in Interaktion mit Ihren Fans treten. Im Folgenden zeigen wir zu jeder dieser Ziele Best-Practice-Beispiele.

Best-Practice: Aktuelle Trends bei SIXT

Die Autovermietung SIXT ist für ihre schnellen und aktuellen Social-Media-Kampagnen bekannt. Sie reagieren auf viele Momente, die in der Welt passieren und verflechten diese Bilder und Sprüche in ihre Postings. So haben sie im letzten Jahr die Aussage von AfD-Vize Alexander Gauland („neben Jérôme Boateng wolle man nicht wohnen“) herumgedreht und mit diesem Post für ihre Umzugs-LKW geworben.

Social-Media-Marketing bei SIXT

Quelle: Twitter SIXT

Da das Thema bereits in aller Munde war, gelang es SIXT hohe Aufmerksamkeit zu generieren und die Reichweite enorm zu erhöhen.

Best-Practice: Kundenbindung mit Biltwell

Biltwell ist ein Unternehmen, das Motorrad-Accessoires und -Zubehör verkauft. Anstatt aber nur langweilige Produktbilder und Infos zu posten, bezieht das Unternehmen die Follower mit ein.

Sie teilen regelmäßig kreative Beiträge ihrer Kunden, wie hier einen Helm als Blumentopf. Das zieht Aufmerksamkeit, bringt andere zum Schmunzeln und zeigt die Vielfalt der Produkte. Außerdem stärkt das Unternehmen so die Bindung zum Kunden, denn der freut sich über die Wertschätzung und Aufmerksamkeit.

Best-Practice: Employer Recruiting bei REWE

Social-Media-Marketing hilft auch dabei neue Mitarbeiter anzuwerben. Unternehmen können sich als Arbeitgeber positionieren und einen Einblick hinter die Kulissen geben. REWE hat sich dieses Feld sehr erfolgreich zu eigene gemacht. Sie nutzen zum Beispiel SnapChat, um Azubis im Alltag zu begleiten. Kurze Videos und Bilder zeigen die Arbeitsabläufe oder auch Seminare. REWE positioniert sich so als transparenter, greifbarer Arbeitgeber, der sich auch für seine Azubis interessiert.

Best-Practice: Mitmach-Aktionen bei Rügenwalder Mühle

Hin und wieder sind Mitmach-Kampagnen im Social-Media-Marketing von Vorteil, um die Interaktion mit den Followern zu stärken. 2011 hat die Rügenwalder Mühle eine solche Aktion erfolgreich durchgeführt. Auf der Fanpage der Rügenwalder Mühle konnte man sich als Wurst-Tester bewerben. Bewerber mussten ein Bewerbungsbild und einen Bewerbungstext hochladen. Zudem ging es darum, möglichst viele Fans zu mobilisieren und zur Abstimmung zu motivieren. Dann konnte jeder Fan für einen Bewerber voten. Damit wurden fünf Wurst-Experten ermittelt, die in die Rügenwalder Mühle nach Bad Zwischenahn eingeladen werden.

Dort durften sie vor Ort neue Sorten kreieren. Präsentiert wurden die zehn Sorten erneut auf Facebook, wo die Community wieder für ihre Lieblingssorte voten konnte. Parallel wurden weitere 50 Teilnehmer per Community-Voting ermittelt, die beim finalen Geschmacks-Test die Top-3-Lieblingssorten testen durften. Auch diese Teilnehmer lernten die Hersteller-Räume vor Ort kennen: Bei einem Verköstigungs-Event wurden die Top 3-Sorten bewertet. Aus allen Resultaten wurde letztlich der Gewinner gekürt: „Genuss des Jahres 2011“.

Die Rügenwalder Mühle ist mit dieser Kampagne in den direkten Kontakt mit Fans und Kunden getreten und hat sie teilhaben lassen an der Produktion. Gleichzeitig konnte das Unternehmen mehr über den Geschmack und Alltag ihrer Zielgruppe erfahren. Auch im Social Web war die Aktion Gold wert: Allein die Fanpage hatte zu der Zeit über 100.000 Fans und auch der Youtube Film wurde circa 200.000 mal angeschaut. Begleitet wurde die Aktion vom Comedy-Duo Mundstuhl.

Fazit: Social Media fördert das Marketing von Unternehmen in verschiedenen Dimensionen. Sie erreichen eine moderne Zielgruppe, die Sie mit kreativen und unterhaltsamen Kampagnen an sich binden können. Dabei spielen Aktualität, Interaktion und Professionalität ebenfalls eine große Rolle. Damit solche viralen Kampagnen funktionieren, braucht es eine gute Planung und Strategie. Wir helfen Ihnen gerne bei Ihrem Social-Media-Marketing in der Praxis. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

Download Whitepaper: Social-Media-Marketing

Weiterlesen
Visuelle Inhalte

Leitfaden mit Infografik: Visuelle Inhalte für Social Media

Marketing | 0 Kommentare | von Prof. Dr. Claudia Hilker

Social Media-Inhalte bestehen nicht nur aus Infos und Texten, sondern auch aus visuellen Inhalten in Form von Bildern, Grafiken oder Videos. Visuelle Inhalte geben Ihrem Social-Media-Marketing den gewissen Touch und haben große Vorteile. Ich habe zum Beispiel bereits einige Beiträge zum Thema Videomarketing geschrieben und den strategischen Einsatz von Videos in den sozialen Netzwerken aufgezeigt. Dieser Beitrag bietet weitere Handlungsempfehlungen für visuelle Inhalte generell und ist angelehnt an eine Infografik des Webdesign-Unternehmens DesignMantic.

Bilder im Kopf

Unser Sehnerv nimmt in unserem Kopf eine starke Rolle ein. Während lediglich 8 Prozent unseres Gehirns auf den Tastsinn reagiert und nur 3 Prozent auf den Hörnerv, konzentrieren sich 30 Prozent auf das, was die Augen wahrnehmen. Daher zeigen Studien, dass die meisten Infos über visuelle Inhalte aufgenommen werden. 40 Prozent aller User springen daher eher auf Bilder oder Videos an, als auf Texte. Das liegt allein schon daran, dass wir visuelle Inhalte sehr viel schneller erfassen als Texte.

Visuelle Inhalte in Social Media

Visuelle Inhalte in den sozialen Netzwerken kann vieles sein. Vom normalen Foto, über Video oder Gifs, bis zu Statistiken und Infografiken. Nimmt man den ganzen Social Media-Content zusammen, dann sind 63 Prozent aller Inhalte Bilder und Fotos. Die Hälfte der User weltweit haben auch schonmal Bilder oder Fotos von anderen geteilt. Allein auf Facebook sorgen Bilder und visuelle Inhalte für mehr als die Hälfte der Likes. Dabei spielen zu 90 Prozent die Farben eine Rolle, wie und ob wir auf Content reagieren. Daher gibt es ein paar Punkte, an die Sie sich halten können, wenn es um visuellen Content in Social Media geht.

1. Weniger schreiben, mehr bebildern

Visuelle Inhalte

Quelle: DesignMantic

Hier zählt die Devise: ein Bild sagt mehr als Tausend Worte. Keiner möchte in seiner Timeline lange Textblöcke lesen, dafür fehlt oft die Zeit und Lust. Bilder erfassen wir schnell und sie ziehen Aufmerksamkeit auf sich. Also posten Sie mehr Bilder. Sie sollten allerdings auch zu Ihren Themen passen.

2. Posting-Balance finden

Visuelle Inhalte

Quelle: DesignMantic

Sie sollten regelmäßig Inhalte posten, aber halten Sie sich dabei an einen Plan. Eine Grundlage für die verschiedenen Plattformen kann sein: 2x am Tag auf Facebook, mehrere Tweets auf Twitter und einen Post am Tag auf Google+ und LinkedIn. Sofern Sie natürlich auf diesen Kanälen vertreten sind.

3. Humor ist erlaubt

Visuelle Inhalte

Quelle: DesignMantic

Follower und Fans wollen nicht nur ernste Nachrichten und langweilige Produktinfos. Sie wollen unterhalten werden. Visuelle Inhalte eignen sich dazu perfekt, vor allem, wenn Sie sich auch mal ein wenig Humor gönnen. Ein witziges Video oder Bild bleibt beim User hängen und weckt Sympathiepunkte.

4. Farbe und Schrift

Visuelle Inhalte

Quelle: DesignMantic

Marken und Unternehmen haben oft eine vorherrschende Logofarbe oder Schriftart. Behalten Sie diese auch in Ihren Posts bei, für die einheitliche Geschäftslinie. Gerade warme Töne wie orange, gelb oder rot ziehen User an. Dennoch können Sie experimentieren und sich kreativ austoben. Schauen Sie, wie Ihre Follower reagieren.

5) Kanäle anpassen

Visuelle Inhalte

Quelle: DesignMantic

Ein schönes Bild machen oder eine Infografik erstellen, reicht nicht allein. Wenn Sie auf verschiedenen Kanälen unterwegs sind, dann achten Sie darauf, dass die visuellen Inhalte angepasst sind. Bilder werden auf Facebook anders angezeigt als auf Twitter. Bilder sollten zum Beispiel nicht abgeschnitten sein.

6) Persönlicher Touch

Visuelle Inhalte

Quelle: DesignMantic

Jeder Ihrer Posts sollte eine persönliche Note enthalten. Das muss nicht gleich immer die Ich-Perspektive sein, sondern eher ein non-verbaler Impuls. Dieser entsteht durch eine bestimmte Bildauswahl, eine einfache Wortwahl und indem Sie Menschlichkeit zeigen. Das fördert gleichzeitig die Kundenbindung.

Fazit: Auch visuelle Inhalte sollten gut durchdacht werden und zu Ihrer Social-Media-Strategie passen. Fotos bringen einen persönlichen Touch, eine warme und freundliche Kommunikation bindet Follower und schafft Vertrauen. Außerdem lässt Sie eine einfache, alltägliche Sprache als das aussehen, was Sie sind – Menschen und nicht bloß eine Marke! Wir helfen Ihnen gerne dabei visuelle Inhalte in Ihr Social-Media-Marketing einzubinden. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail.

Content Marketing Whitepaper Download

Weiterlesen
Social Selling

Wie Social Selling mit LinkedIn gelingt

Strategie | 0 Kommentare | von Prof. Dr. Claudia Hilker

Social Selling ist eine Maßnahme zur Verkaufsförderung, um Zielkunden online zu gewinnen. Darüber können Unternehmen ihre Vertriebsziele unterstützen und Wachstumsstrategien erreichen. Wie das gelingt, habe ich bereits in anderen Blogbeiträgen zum Thema gezeigt. Dieser Beitrag gibt Einblicke und Handlungsempfehlungen, wie Social Selling mit dem Business-Netzwerk LinkedIn gelingt.

Weiterlesen

Folge mir auf Twitter

Facebook

ProvenExpert

Hilker Consulting hat 4,50 von 5 Sternen | 84 Bewertungen auf ProvenExpert.com

Buch Publikationen

Übersetzer