Bier-Nominierung: Trinkspiele in Social Media

Kommunikation | 0 Kommentare | von Prof. Dr. Claudia Hilker

Aktuell kursiert ein neuer Trend in Social Media: Bier-Nominierung. Mit Videos fordern sich Freunde gegenseitig zum Trinken auf Ex eines Biers auf. Tausende von Nutzern machen weltweit mit. Es gab schon einen Todesfall in Irland. Dort ist jemand nach dem Videodreh durch einen Sprung ins Wasser ertrunken. RTL Extra hat mich dazu als Social-Media-Expertin interviewt. Der Beitrag wird am 10. Februar um 22.15 Uhr bei RTL Extra ausgestrahlt. Meine Hintergrund-Recherche und Statements teile ich in diesem Blogbeitrag.

Bier-Nominierung hat einfache Regeln

Man filmt sich dabei wie man ein alkoholisches Getränk (zumeist 0,5 Liter Bier) auf Ex trinkt und lädt das Video bei Facebook oder Youtube hoch. Anschließend nominiert man drei Freunde, die es einem innerhalb von 24 Stunden gleich tun sollen. Die Sanktion, wenn sie es nicht machen? Eine Kiste Bier. Das Trinkspiel hat in Australien und England eine hohe Verbreitung, die Deutschen sind eher verhalten dabei.

Wie Bier-Nominierung funktioniert

Was auf den ersten Blick merkwürdig klingt, hat sich zu einem Hype bei Facebook entwickelt. Der soziale Druck ist hoch. Man erliegt dem Gruppenzwang und macht mit, weil man kein Looser sein will. Dabei sein, mitmachen und mittrinken heißt also die Devise. Aus der Jugend-Soziologie weiss man, wie wichtig für Teenager die Clique ist. Sie dient als zur Emanzipation vom Elternhaus, wie Wikipedia erläutert.

Die Jugendlichen „üben“ soziale Muster gemeinsam mit ihren Freunden, die meist aus einer ähnlichen Altersgruppe stammen, erproben untereinander soziale Verhaltensweisen. Peers sind sozusagen ein Spielfeld, auf dem es möglich ist, eigene Grenzen auszutesten, den Umgang mit anderen zu lernen, den Übergang ins Erwachsensein zunächst im geschützten Raum der Freunde zu erfahren.

Was bringt die Bier-Nominierung?

Trinkspiele gibt es schon lange. Die Faszination besteht darin, einen per Social Media vernetztes Trinkspiel mitzumachen. Sich mit anderen zu messen, wie cool, originell oder waghalsig der Videodreh gestaltet ist. Oder wie viel man in kurzer Zeit trinken kann. Die Klicks, Likes und die Menge neuer Freunde bringen einen Kick fürs Selbstwertgefühl. Viele machen mit, weil der soziale Druck in sozialen Netzwerken wie Facebook hoch ist. Wer nicht mitmacht fühlt als Außenseiter.

Gefahren und Risiken der Bier-Nominierung

Viele Teenager geben ohne Nachdenken dem sozialen Druck der Gruppe nach. Sie denken nicht darüber nach, ob sie sich später mit dem Trink-Video wohlfühlen oder das eigene Handeln bereuen, weil es ihnen Probleme bereitet. Dass Unternehmen bei der Personalsuche Social-Media-Profile checken ist längst bekannt. Und dass öffentliche Saufgelagere im Netz nicht gut ankommen, wenn man eine solide Karriere anstrebt, ist auch nicht neu. Was ist wirklich neu? Dass die sozialen Experimente von Jugendlichen vernetzt im öffentlichem Raum stattfinden und nicht im persönlichen Umfeld. Der Übergang von privaten und öffentlichen Grenzen verwischt. Experimente sind gleich öffentlich. Darunter kann nicht nur die fragile Phase in der Jugend leiden, sondern auch die Reputation und die spätere Jobsuche. Die technischen Möglichkeiten sind heute so einfach geworden: mit dem iPhone zu filmen und den Film hochzuladen. Doch die Medienkompetenz mit den neuen Medien sind nicht so schnell mitgewachsen. Auch Eltern und Lehrer mangelt es oft an Wissen. Wie sollen sie es dann ihren Teenagern beibringen?

Wie Facebook die Sicherheit für Familien unterstützt

Facebook distanziert sich von den Trinkspielen und verweist auf die Richtlinien. Dort gibt es Hilfestellungen für Jugendliche, Eltern und Lehrer zum Facebook-Umgang. Sie sind allerdings wenig bekannt.

Wir nehmen Sicherheitsfragen insbesondere dann, wenn es um Kinder geht, sehr ernst und ermutigen Eltern dazu, ihre Kinder in der sicheren Nutzung des Internets zu unterweisen. Um hierzu mehr zu erfahren, besuche unseren Sicherheitsbereich.

Neknominate: Bier-Nominierung

Teenager brauchen Medienkompetenz

Wenn Jugendliche Medienkompetenz für neue Medien erlangen, können sie selbst potenzielle Gefahren steuern. Somit wächst die Eigenverantwortung und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass Teenager Fehler mit schweren Folgen machen. Dabei sind Datenschutz und Privatsphäre die ersten Lernziele, die von Eltern und Lehrern unterstützt werden sollten.
  • Datenschutz: Das Internet vergisst nichts, denn aufgrund der Vorratsdatenspeicherung werden die Daten nicht endgültig gelöscht, sondern einfach nicht mehr angezeigt (Löschkennzeichen bei Facebook). Möglicherweise hat aber bereits Google das Youtube-Video zwischengespeichert? Neues Techniken der Gesichtserkennung bieten umfangreiche Möglichkeiten, um Personen in Videos oder auf Bildern eindeutig zu identifizieren. Man darf dabei nicht vergessen, dass viele Unternehmen ein großes Interesse daran haben, möglichst viel von ihren Bewerbern und Mitarbeitern zu erfahren.
  • Privatsphäre: Viele Nutzer kennen sich mit den Privatsphären-Einstellungen von Facebook nicht aus. Die Folgen: Jeder sieht das gepostete Video, wenn es öffentlich gepostet wird. Doch was denkt der Chef oder der Arbeitgeber über Trinkspielen auf Facebook? Lesen Sie dazu auch diesen Beitrag, wie Sie Ihre Privatsphäre bei Facebook schützen.

Medienkompetenz bei Jugendlichen aufbauen

Eltern sollten Jugendliche in der Facebook-Nutzung nicht alleine lassen, sondern begleiten. Facebook gibt Eltern folgende Tipps:

Lerne die Sprache

Freunde? Freunde von Freunden? Gefällt mir? Anstupsen? Pinnwand? Im Facebook-Hilfebereich erfährst du, was diese Begriffe bedeuten.

Tipps für Eltern

  1. Es kann anstrengend sein, in Bezug auf Technik immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Scheue dich nicht deine Kinder zu bitten, dir etwas zu erklären.
  2. Falls du noch nicht bei Facebook bist, überlege, ob du nicht beitreten möchtest. Dann verstehst du, worum es geht.
  3. Erstelle eine Facebook-Gruppe für deine Familie, damit ihr einen privaten Raum habt, um Fotos miteinander zu teilen und um in Kontakt zu bleiben.
  4. Bringe deinem Teenager die Grundlagen der Online-Sicherheit bei, damit er sein Facebook-Chronik (und andere Online-Konten) privat und sicher verwenden kann.
  5. Sprich über Sicherheit im Bereich Technologie ebenso wie du über Sicherheit beim Fahren und Sport sprichst.

Beginne ein Gespräch mit deinem Teenager

  1. Hast du das Gefühl, dass du mit mir reden kannst, falls jemals ein Problem in der Schule oder online auftritt?
  2. Hilf mir zu verstehen, warum Facebook für dich wichtig ist.
  3. Kannst du mir helfen, ein Facebook-Chronik anzulegen?
  4. Wer sind deine Freunde auf Facebook?
  5. Ich möchte dein/e FreundIn auf Facebook sein. Bist du damit einverstanden? Wann wärst du einverstanden?

Alternativen: Welche sozialen Spiele kann man alternativ spielen? Ein Beispiel: Ein Video aus Südafrika zeigt, dass ein soziales Spiel auch sinnvoller umgesetzt werden kann. Brent Lindeque erzählt während der Auto-Fahrt von Südafrika und gibt er einem Obdachlosen Essen mit der Aufforderung an zwei seiner Freunde, dasselbe zu tun. Weitere Gegenbewegungen bei Facebook:

1) Anti Social Beer Game

2) Ich mache beim SocialBeereGame nicht mit

3) Julian Brauchle

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