Best-Practice-Beispiele für virales Social Media Marketing

Marketing | 11 Kommentare | von Claudia Hilker

Viele Unternehmen wünschen sich virales Social Media Marketing. Beim viralen Social Media Marketing bieten Unternehmen attraktive Inhalte, die Menschen so begeistern, dass sie sie an ihre Kontakte weiter verbreiten. Ziel ist also beim viralem Social Media Marketing, verlockende Angebote zu erstellen, die so gut bei der Zielgruppe ankommt, dass jeder darüber redet und sich die Inhalte in Windeseile – eben virus-ähnlich – verbreiten. Somit spart virales Marketing viel Geld, denn die Werbekosten zur Verbreitung wie TV-Kosten werden eingespart. Virales Marketing geschieht vor allem online. Welche Best-Practice-Beispiele gibt es dazu?

Virales Social Media Marketing mit Videos

Ein Video wird in Social Media von Mensch zu Mensch weiter empfohlen. Da eine vertraute Person ihren Kontakten positiv darüber berichtet, wird die Empfehlung nachhaltig positiv von den Freunden wahrgenommen. Solche Empfehlungen wirken glaub- und vertrauenswürdiger als Werbung. Social Media ist leicht zugänglich, weil es fast jeder nutzt (80%). Virales Marketing ist also ein Tür-Öffner für Unternehmen, die ihre Kundenbeziehungen fördern und ihre Markenbekanntheit kostengünstig steigern möchten. Drei Best-Practice Beispiele zeigen, wie Unternehmen es erfolgreich in der Praxis einsetzen.

Best Practice: Blendtec „Will it blend?“

Dieses Best-Practice Beispiel zeigt, wie ein relativ unbekanntes Unternehmen dank viraler Effekte einen großen Bekanntheitsgrad gewonnen hat und seine Umsätze gesteigert hat. Dabei muss Social Media nicht teuer sein. Lustige, kreative und originelle Ideen verteilen sich mit viralem Marketing schnell und fördern Markenbekanntheit und Umsätze. 15 Mio Youtube Abrufe beweisen den Erfolg der viralen Kampagne.

Best Practice: Old Spice begeistert vor allem die Frauen

Die virale Social-Media-Kampagne von Old Spice hatte bereits in 2010 große Erfolge erzielt. Der Altherrenduft hat sich durch seinen erfolgreichen Relaunch zu einer trendigen Marke verjüngt. Dann gab es eine neue Aktion: „I’am back.“ Nur mit einem Handtuch bekleidet, präsentiert sich ein ehemaliger Football Profi.1,7 Millionen Abrufe auf Youtube beweisen auch wieder die hohe Attraktivität der Aktion.  Das beweist: virales Marketing benötigt ein einzigartiges Konzept und eine professionelle Umsetzung zum Erfolg. Doch garantieren lässt sich ein solcher Erfolg nicht, der Spot muss den Fans gefallen.

Best Practice: Die Rügenwalder Mühle hebt ab

Mitmach-Aktionen werden im Social-Media-Marketing immer beliebter. Kunden dürfen mitmischen und sorgen mit ihrer interaktiven Ausrichtung für reges Interesse. Das ist ein geschickter Unternehmens-Schachzug, der mit viralem Marketing viele Kunden infiziert und begeistert. Zur Kreation einer neuen Wurst-Sorte nutzt die Rügenwalder Mühle Facebook: Für die neue Sorte „Genuss des Jahres“ hält der Hersteller auf Facebook Ausschau nach Wurst-Experten und nutzt Social-Media-Marketing.

Mitmach-Kampagnen: Innovative Wurst-Tester gesucht!

Auf der Fanpage der Rügenwalder Mühle konnte man sich als Wurst-Tester bewerben. Bewerber mussten ein Bewerbungsbild und einen Bewerbungstext hochladen. Zudem ging es darum, möglichst viele Fans zu mobilisieren und zur Abstimmung zu motivieren. Dann konnte jeder Fan für einen Bewerber voten. Damit wurden fünf Wurst-Experten ermittelt, die in die Rügenwalder Mühle nach Bad Zwischenahn eingeladen werden.

Dort durften sie vor Ort neue Sorten kreieren. Präsentiert werden die zehn Sorten erneut auf Facebook, wo die Community abermals aufgerufen ist, für ihre Lieblingssorte zu voten. Doch das ist noch nicht alles: Parallel werden weitere 50 Teilnehmer per Community-Voting ermittelt, die beim finalen Geschmacks-Test die Top-3-Lieblingssorten testen dürfen. Auch diese Teilnehmer kommen in den Genuss, die Hersteller-Räume vor Ort kennenzulernen: Bei einem Verköstigungs-Event werden die Top 3-Sorten bewertet. Aus allen Resultaten wurde letztlich der Gewinner gekürt: „Genuss des Jahres 2011“.

Abheben, abbeißen, abkassieren

Der Wursttest unter dem Motto „Abheben, abbeißen, abkassieren“ fand in luftiger Höhe von 1.500 Metern statt. Die fünf Teilnehmer erhielten ein Preisgeld von jeweils 1.500 Euro. Diese virale Kampagne sorgte für Resonanz im Social Web. Allein die Fanpage hat zurzeit über 100 000 Fans und auch der Youtube Film wurde circa 200 000 mal angeschaut. Begleitet wurde die Aktion vom Comedy-Duo Mundstuhl. Rügenwalder wollte mit der Kampagne auf die neuartige Verpackung seiner Würstchen aufmerksam machen, die ohne Wurstwasser in einem wiederverschließbaren Becher angeboten werden. Das Produkt ist anschließend auf den Markt gekommen.

Fazit: Mitmach-Aktionen fördern virales Social Media Marketing

Viele Kunden nutzen Facebook, um sich über Marken, Produkte und Unternehmen zu informieren – entsprechend groß ist das Interesse an Marken auf Facebook und im speziellen an solchen Mitmach-Aktionen, die über Facebook kommuniziert werden. Der große Vorteil für Unternehmen und Kunden: Statt Einwegkommunikation findet ein interaktiver Dialog statt. Die Menschen erfahren ein Interesse an ihrer Meinung und gestalten unternehmerische Entscheidungen in der Produktgestaltung oder im Innovationsprozessen mit. Dabei unterstützt der virale Faktor das Geschehen. Die Funktionen zum Weitersagen und Teilen in der Bewerbung und der „Gefällt mir“-Button auf Facebook sorgen für eine schnelle Verbreitung der Aktion. Doch die Rügenwalder Mühle ist nicht das einzige Unternehmen, das Mitmach-Kampagnen im Rahmen von Social-Media-Marketing einsetzt – auch  auch Ritter Sport, Milka und McDonalds setzten bereits auf Kunden-Meinungen in Mitmach-Aktionen.

Buchauszug: Erfolgreiche Social-Media-Strategien

Das ist ein Auszug aus dem Buch von Claudia Hilker von Hilker Consulting: “Erfolgreiche Social-Media-Strategien für die Zukunft: Mehr Profit durch Facebook, Xing, Twitter und Co.”, das 2012 erschienen ist.

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